Nein, Anhalter-erfahrene wissen zu gut, dass die Antwort ziemlich unbefriedigend ausfällt, wenn die Frage nicht stimmt - welche in diesem Fall "Warum mache ich das eigentlich?" lauten könnte. Also versuche ich, etwas detaillierter an diese Frage heranzugehen.
Die Initialzündung zu dieserRechtfertigung Überlegung lieferte (wieder einmal) Nessy, leider zweifelnd, dies aber nicht vollends zu Unrecht. Dies jedoch keinesfalls in Bezug auf die Inhalte; ich schätze ihren gleichfalls intelligenten wie auch unterhaltsamen Schreibstil, der selbst (vermeintliche?) Alltagsbanalitäten aus der schieren Masse an Blogs jeglicher Couleur herausstechen lässt. Zweifel an der Qualität bestehen aus meiner Sicht jedenfalls nicht, hingegen ist die Infragestellung der Wahrung einer gewissen Anonymität bzw. der Privatsphäre nicht ganz ungerechtfertigt.
Doch fangen wir von vorne an...
Eins vorweg: man könnte meinen, nach gerade mal knapp drei Monaten in der Blogosphere sei es zu früh, ein Resümee zu ziehen - ein solches soll dieser Beitrag aber auch nicht sein, vielmehr eine Aufstellung meiner Betrachtungsweise. Ich bin selbst gespannt, wie sich Bild und Einstellung in der nächsten Zeit wandeln.
Warum überhaupt?
...oder anders: wie kam ich überhaupt zum Bloggen?
Trotz langjähriger "Anwesenheit im Netz" hat mich die Bloggerei bisher nicht sonderlich interessiert. Ich hatte weder Drang noch Anlass, Blogs zu lesen oder gar selbst aktiv zu sein. Die Handvoll "Alphablogs", die mir bis dato mehr oder weniger über den Weg liefen, boten mir ein recht ernsthaftes bis hochgestochenes Bild, in dem vermeintlich belangloses größtenteils überpinselt bis geächtet wurde. Im krassen Gegensatz dazu standen reine Nonsens-Blogs mit Inhalten von flachem bis grenzwertigem Niveau.
Falls es einen Wendepunkt geben sollte, war es sicherlich die Mail eines Kollegen, in der er mich auf das Pizza-Blog hinwies. Von dort aus klickte ich mich durch eine Blogosphäre, die mir schon eher zusagte und in der ich mir ein kuscheliges Plätzchen vorstellen konnte.
Ein Plätzchen, welches mir gleichfalls als Ventil als auch als Spielwiese dienen sollte, als Ablageplatz für Gedanken, Eindrücke und dem Versuch, kreativ mit der Sprache umzugehen. Kurzum: meine persönliche Kleinkunstbühne, an der das Publikum gleichfalls interessiert innehalten als auch naserümpfend vorbeigehen kann, zwar ohne Anspruch auf eine mittels griechischen Buchstaben klassifizierte Positionierung in der Blogosphäre, aber keinesfalls anspruchslos.
Wer steckt eigentlich dahinter?
...oder: welchen Stellenwert hat die Anonymität?
Die - in diesem Fall meine - Anonymität im Netz ist eine Illusion, der ich mich nicht hingebe. Meine Präsenz im Internet ist zwar nicht von Weltruhm, aber dennoch verbreitet genug, so dass es keine allzu große Herausforderung darstellt, mich zu identifizieren.
Ich lege auch keinen gesteigerten Wert auf Anonymität, wobei ich das Wort "noch" bewusst auslasse, denn im Nachhinein wird sich das nicht mehr ändern lassen. Wichtiger erscheint es mir, die Anonymität derjenigen zu wahren, über die ich hier hin und wieder etwas schreibe, denn das wäre in meinen Augen ein Punkt, der die Aufdeckung meiner Identität ansatzweise kritisch werden lassen könnte. Aus diesem Grund und aus Rücksichtnahme sowohl auf meiner selbst als auch die anderen Beteiligten verzichte ich auf allzu herbe Geschichten aus dem Nähkästchen - deren öffentliches Interesse ich eh anzweifle.
Kurzum: ein großer Teil meines Freundes- und Bekanntenkreises weiß von diesem Blog, umgekehrt muss ich aber keinem unbedingt auf die Nase binden, wer ich wirklich bin.
Beim derzeitigen Stand, an dem mir der Counter einen Durchschnitt von 30 Besuchern pro Tag verklickern will, spielt das Interesse der Leser an meiner wahren Identität in meinen Augen eh eine untergeordnete Rolle, ein Umstand, der nicht zuletzt, aber erst recht bei einer Paarung von "vielen Besuchern" und "großen Bemühungen um die Wahrung der Anonymität" leider komplett anders aussehen kann, wie beispielsweise der Undertaker zurecht genervt feststellt. Es ist, im negativen Sinne, beeindruckend, dass es nicht mal des offensiven Formats eines Don Alphonsos bedarf, um sich am zweifelhaften Vergnügen öffentlicher Anfeindung und privater Belästigung zu erfreuen.
Hin und wieder schlich sich auch die Überlegung in meine Gedanken, mit einem bis dato von mir ungenutzten Namen zu bloggen und dabei richtig "auf die Kacke zu hauen" - doch ist sowohl dieser Reiz von kurzfristigem Charakter als auch das Erzählmaterial summa summarum zu mager. Nicht zu vergessen ist auch die Gefahr, eines Tages fahrlässig zu werden und dadurch in eine peinliche bis ernsthaft unangenehme Situation zu geraten.
Und weiter?
Das wird die Zukunft zeigen und bestimmen. Wie der Titel schon sagt, ist dies meine Welt, Inspirationen und Inhalte liefern mein Leben und mein Alltag, hin und wieder andere Blogs und zugeworfene Stöckchen. Ich freue mich gleichwohl über Interessenten, wie es mich gewissermaßen kalt lässt, wenn ich mich weiterhin irgendwo in den unendlichen Weiten der Blogosphäre befinde. Ich muss mich nicht nach oben arbeiten, dort ist es oft viel zu ernsthaft und anstrengend - und zu guter Letzt schreibe ich in erster Linie für mich selbst. Soviel Egoismus muss sein. :o)
Die Initialzündung zu dieser
Doch fangen wir von vorne an...
Eins vorweg: man könnte meinen, nach gerade mal knapp drei Monaten in der Blogosphere sei es zu früh, ein Resümee zu ziehen - ein solches soll dieser Beitrag aber auch nicht sein, vielmehr eine Aufstellung meiner Betrachtungsweise. Ich bin selbst gespannt, wie sich Bild und Einstellung in der nächsten Zeit wandeln.
Warum überhaupt?
...oder anders: wie kam ich überhaupt zum Bloggen?
Trotz langjähriger "Anwesenheit im Netz" hat mich die Bloggerei bisher nicht sonderlich interessiert. Ich hatte weder Drang noch Anlass, Blogs zu lesen oder gar selbst aktiv zu sein. Die Handvoll "Alphablogs", die mir bis dato mehr oder weniger über den Weg liefen, boten mir ein recht ernsthaftes bis hochgestochenes Bild, in dem vermeintlich belangloses größtenteils überpinselt bis geächtet wurde. Im krassen Gegensatz dazu standen reine Nonsens-Blogs mit Inhalten von flachem bis grenzwertigem Niveau.
Falls es einen Wendepunkt geben sollte, war es sicherlich die Mail eines Kollegen, in der er mich auf das Pizza-Blog hinwies. Von dort aus klickte ich mich durch eine Blogosphäre, die mir schon eher zusagte und in der ich mir ein kuscheliges Plätzchen vorstellen konnte.
Ein Plätzchen, welches mir gleichfalls als Ventil als auch als Spielwiese dienen sollte, als Ablageplatz für Gedanken, Eindrücke und dem Versuch, kreativ mit der Sprache umzugehen. Kurzum: meine persönliche Kleinkunstbühne, an der das Publikum gleichfalls interessiert innehalten als auch naserümpfend vorbeigehen kann, zwar ohne Anspruch auf eine mittels griechischen Buchstaben klassifizierte Positionierung in der Blogosphäre, aber keinesfalls anspruchslos.
Wer steckt eigentlich dahinter?
...oder: welchen Stellenwert hat die Anonymität?
Die - in diesem Fall meine - Anonymität im Netz ist eine Illusion, der ich mich nicht hingebe. Meine Präsenz im Internet ist zwar nicht von Weltruhm, aber dennoch verbreitet genug, so dass es keine allzu große Herausforderung darstellt, mich zu identifizieren.
Ich lege auch keinen gesteigerten Wert auf Anonymität, wobei ich das Wort "noch" bewusst auslasse, denn im Nachhinein wird sich das nicht mehr ändern lassen. Wichtiger erscheint es mir, die Anonymität derjenigen zu wahren, über die ich hier hin und wieder etwas schreibe, denn das wäre in meinen Augen ein Punkt, der die Aufdeckung meiner Identität ansatzweise kritisch werden lassen könnte. Aus diesem Grund und aus Rücksichtnahme sowohl auf meiner selbst als auch die anderen Beteiligten verzichte ich auf allzu herbe Geschichten aus dem Nähkästchen - deren öffentliches Interesse ich eh anzweifle.
Kurzum: ein großer Teil meines Freundes- und Bekanntenkreises weiß von diesem Blog, umgekehrt muss ich aber keinem unbedingt auf die Nase binden, wer ich wirklich bin.
Beim derzeitigen Stand, an dem mir der Counter einen Durchschnitt von 30 Besuchern pro Tag verklickern will, spielt das Interesse der Leser an meiner wahren Identität in meinen Augen eh eine untergeordnete Rolle, ein Umstand, der nicht zuletzt, aber erst recht bei einer Paarung von "vielen Besuchern" und "großen Bemühungen um die Wahrung der Anonymität" leider komplett anders aussehen kann, wie beispielsweise der Undertaker zurecht genervt feststellt. Es ist, im negativen Sinne, beeindruckend, dass es nicht mal des offensiven Formats eines Don Alphonsos bedarf, um sich am zweifelhaften Vergnügen öffentlicher Anfeindung und privater Belästigung zu erfreuen.
Hin und wieder schlich sich auch die Überlegung in meine Gedanken, mit einem bis dato von mir ungenutzten Namen zu bloggen und dabei richtig "auf die Kacke zu hauen" - doch ist sowohl dieser Reiz von kurzfristigem Charakter als auch das Erzählmaterial summa summarum zu mager. Nicht zu vergessen ist auch die Gefahr, eines Tages fahrlässig zu werden und dadurch in eine peinliche bis ernsthaft unangenehme Situation zu geraten.
Und weiter?
Das wird die Zukunft zeigen und bestimmen. Wie der Titel schon sagt, ist dies meine Welt, Inspirationen und Inhalte liefern mein Leben und mein Alltag, hin und wieder andere Blogs und zugeworfene Stöckchen. Ich freue mich gleichwohl über Interessenten, wie es mich gewissermaßen kalt lässt, wenn ich mich weiterhin irgendwo in den unendlichen Weiten der Blogosphäre befinde. Ich muss mich nicht nach oben arbeiten, dort ist es oft viel zu ernsthaft und anstrengend - und zu guter Letzt schreibe ich in erster Linie für mich selbst. Soviel Egoismus muss sein. :o)
banger | 4. Sep, 23:18
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