In der Blogbar wird scheinbar dramatisches berichtet: Maingold verkündet mit großem Trara seinen Ausstieg aus der so called Blogosphäre.
Dramatisch? Auf den ersten Blick vielleicht - aber im Grunde genommen nur eine Wiederholung des Tenors, den man schon unter vergleichbaren Umständen sowohl im virtuellen als auch realen Leben gehört und gelesen hat: zum Abschied wird noch einmal richtig auf die Kacke gehauen. Ob dies als finale Aufmerksamkeitsbeschaffung oder rein im Sinne von "jetzt habe ich nichts mehr zu verlieren" gewertet wird, überlasse ich jedem selbst.
Maingold greift zu großen und harten Worten; von Speichelleckern, Jubelpersern und Linkhuren ist die Rede, allesamt Bestandteile eines großen Deppenpools, mit dem er nichts (mehr) zu tun haben will. Ein großes, schwarzes, stinkendes und triefendes Gemälde, mittendrin ein einziger leuchtender Punkt, mit krakeliger Schrift als "Ich" ausgewiesen.
Und immer wieder ist es dieses Bild des Individuums, welches versucht, aus der ihn umgebenden Masse herauszustechen, und letztendlich am Kraftaufwand des ständigen Schwimmens gegen den Strom scheitert. Oder, im Verzicht auf Metaphern ausgedrückt, daran scheitert, sich mit der ihn umgebenden Gesellschaft zu arrangieren. Asozialität, die Unfähigkeit zum Leben in der Gemeinschaft? Ja, irgendwie schon. Insbesondere, wenn man nicht dazu in der Lage zu sein scheint, seine eigene Herangehensweise zu überdenken, sondern statt dessen das Umfeld für das eigene Scheitern verantwortlich macht - dazu noch in einer Art, die ein beziehungsfinales "Übrigens, Du warst im Bett scheiße!" an Niveau kaum überragt. Inklusive der zugeschlagenen Tür und dem damit verbundenen Entziehen einer möglichen Diskussion seiner selbst, der man sich stellen müsste, bliebe man mitsamt seinem Statement vor Ort. Eine Aktion, die höchstens vom Abgänger selbst kurzfristig als mutige und ruhmreiche Tat betrachtet wird. Naja, zugegeben: auch von ein paar Gleichgesinnten, die aber entweder zu wenig Rückgrat zum Gehen oder genug zum Bleiben haben. Einige werden dem großen Helden noch ein wenig hinterherjammern, ihm früher oder später folgen oder wieder zum Tagesgeschäft übergehen.
Das war schon immer so und wird auch dieses Mal nicht anders sein. Auch die virtuelle Welt dreht und erneuert sich weiter.
(via Basic Thinking)
Dramatisch? Auf den ersten Blick vielleicht - aber im Grunde genommen nur eine Wiederholung des Tenors, den man schon unter vergleichbaren Umständen sowohl im virtuellen als auch realen Leben gehört und gelesen hat: zum Abschied wird noch einmal richtig auf die Kacke gehauen. Ob dies als finale Aufmerksamkeitsbeschaffung oder rein im Sinne von "jetzt habe ich nichts mehr zu verlieren" gewertet wird, überlasse ich jedem selbst.
Maingold greift zu großen und harten Worten; von Speichelleckern, Jubelpersern und Linkhuren ist die Rede, allesamt Bestandteile eines großen Deppenpools, mit dem er nichts (mehr) zu tun haben will. Ein großes, schwarzes, stinkendes und triefendes Gemälde, mittendrin ein einziger leuchtender Punkt, mit krakeliger Schrift als "Ich" ausgewiesen.
Und immer wieder ist es dieses Bild des Individuums, welches versucht, aus der ihn umgebenden Masse herauszustechen, und letztendlich am Kraftaufwand des ständigen Schwimmens gegen den Strom scheitert. Oder, im Verzicht auf Metaphern ausgedrückt, daran scheitert, sich mit der ihn umgebenden Gesellschaft zu arrangieren. Asozialität, die Unfähigkeit zum Leben in der Gemeinschaft? Ja, irgendwie schon. Insbesondere, wenn man nicht dazu in der Lage zu sein scheint, seine eigene Herangehensweise zu überdenken, sondern statt dessen das Umfeld für das eigene Scheitern verantwortlich macht - dazu noch in einer Art, die ein beziehungsfinales "Übrigens, Du warst im Bett scheiße!" an Niveau kaum überragt. Inklusive der zugeschlagenen Tür und dem damit verbundenen Entziehen einer möglichen Diskussion seiner selbst, der man sich stellen müsste, bliebe man mitsamt seinem Statement vor Ort. Eine Aktion, die höchstens vom Abgänger selbst kurzfristig als mutige und ruhmreiche Tat betrachtet wird. Naja, zugegeben: auch von ein paar Gleichgesinnten, die aber entweder zu wenig Rückgrat zum Gehen oder genug zum Bleiben haben. Einige werden dem großen Helden noch ein wenig hinterherjammern, ihm früher oder später folgen oder wieder zum Tagesgeschäft übergehen.
Das war schon immer so und wird auch dieses Mal nicht anders sein. Auch die virtuelle Welt dreht und erneuert sich weiter.
(via Basic Thinking)
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Scheinbar dramatisch?
Ich finde, Sie bagatellisieren diese unglaubliche Enwicklung. Was soll denn aus der Blogosphaere werden, wenn Leute wie er oder vielleicht sogar Don A. oder einer von den anderen
GockelnVorzeigebloggern beschliesst, ihr den Ruecken zu kehren?Es wird Blogwueste sein...
Und wissen Sie was? Die Wueste lebt.
Beschämt
Offenbar
captcha: iced
Yes.
Sie meinen,
Sind wir Deutschen da nicht etwas vorbelastet?
Nee, is' klar.
Ich habe es