"Strongman" Heinz Ollesch ist, so darf man seiner Website entnehmen, seit 12 Jahren der stärkste Mann Deutschlands.
Strongmen, das sind die Kerle, auf die man meist beim lustlosen Herumzappen stößt - das sind die, die bei den einschlägigen Spartenkanälen wie die Berserker Betonklötze, Traktorreifen und Steinkugeln durch die Gegend wuchten oder hier und da mal mittels Muskelkraft einen LKW von der Stelle ziehen. Tätigkeiten, die jeder normaler Mensch lieber mittels technischer Hilfe bewältigt, die hier aber als Sport gelten. Kann man von halten, was man will - ist allerdings unheimlich praktisch, wenn man mal mit dem Auto stecken geblieben ist und einen Strongman in greifbarer Nähe hat, der einen aus der Misere wuchtet.
Am Samstagabend war Heinzens Auftritt das Highlight von "Unglaublich! Die Show der Merkwürdigkeiten" - das neue RTL-Format mitGrinsebacke Schwiegermutters Liebling Marco Schreyl als Moderator. Das lockte zwar nicht sonderlich, aber da Fackelmännchen Axel Schulz sein vermatschtes Gesicht seine Prominenz beim Schiffeversenken des Konkurrenten Sat.1 zur Verfügung stellte, hielt sich die Gefahr eines permanenten Verblödungskopfschmerzes in Grenzen - zugunsten eines Schreylkrampfes (Ha, welch Wortspiel!).
Apropos Sat.1: was wird wohl als nächstes in Sachen "Promis spielen Gesellschaftsspiele" kommen? Promi-Jenga? Promi-Sackhüpfen? Promi-Kekswichsen?
Zurück zu RTL: das Programm plätscherte so vor sich hin. Regina Halmich und Ralf Möller klatschten artig und taten ihre Bewunderung kund.
Dann, zum Schluss, war es endlich soweit: Heinz kam ins Spiel. Auf dem Düsseldorfer Flughafen hat er sich eine Boeing 737 mit rund 50 Tonnen Gewicht zum Wegziehen auserkoren. 20 Meter weit, uiuiui!
Und weil das nicht reicht, wird der Kampf "Mensch gegen Maschine" ausgerufen. Gegen ihn tritt Peter Zakowski mit seiner Dodge Viper an.
Die Viper macht den Anfang. Niäniäniäniäniäniäniä! macht sie, lässt jede Menge Gummi auf der Strecke, zieht das Flugzeug aber in sagenhaften 20 Sekunden über die Ziellinie. Uiuiui, das wird knapp, Heinz!
Ein paar Werbeblöcke später: jetzt ist Heinz an der Reihe. Heinz legt sein Zuggeschirr an. Heinz schnaubt noch einmal und hebt den Daumen.
Heinz zieht. Hnnnnnggggggggggggggggggggggg! macht er, Hnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnggg! - "Bei so viel Anstrengung ist es unheimlich wichtig, vorher aufs Klo zu gehen...", denke ich mir. Heinz startet zum zweiten Versuch.
Hnnnnnggggggggggggggggggggggggggaaaaaaaaaaargh! Doch nichts bewegt sich. Heinz gibt auf. Alles schaut ein wenig betroffen, nur die Moderatorin vor Ort quietscht eindämliches fröhliches "Sie sind der Sieger der Herzen!". Heinz Ollesch zuckt mit den Schultern, murmelt "in der Probe hat's noch geklappt", das Publikum applaudiert.
Och, Heinz! Schade, Mensch!
Eines Tages wird sich folgendes vor der Himmelstür zutragen:
Petrus: Guden!
Heinz: Servus!
Petrus: Und, wie?
Heinz: Naja, tot, nech?
Petrus: Och jo, das hört man ja dauernd hier.
(Beide lachen.)
Petrus: Name?
Heinz: Ollesch, Heinz.
Petrus: (blättert in seinen Listen) Ach ja, der Herr Ollesch. Ui, "Strongman", was ist denn des?
Heinz: Naja, wir wuchten wie die Berserker Betonklötze, Traktorreifen und Steinkugeln durch die Gegend und ziehen LKWs.
Petrus: Aha. Wäre das nicht viel einfacher, das mit technischer Hilfe zu bewältigen?
Heinz: Eigentlich schon, aber wir machen's halt als Sport.
Petrus: Hm-hm, das leuchtet ein. Ist natürlich unheimlich praktisch, wenn man mit dem Auto steckengeblieben ist und Dich dabei hat.
(Beide lachen.)
Petrus: Und, schon mal so was richtig großes gewuchtet?
Heinz: Naja, da war diese Sendung auf RTL. Ich bin da eigentlich nur hin, weil der Schulz schon bei Sat.1 saß. Und da sollte ich ein Flugzeug wegwuchten.
Petrus: Und?
Heinz: (lässt den Kopf hängen) ...hab versagt. Das Ding hat sich nicht einen Millimeter bewegt.
Petrus: Soso.
Heinz: Jaja.
Petrus: Das ist ja doof, nech?
Heinz: Hm-hm.
Petrus: Tja, was machen wir denn da?
Heinz: (zuckt traurig mit den Schultern)
Petrus: Naja, Schwamm drüber - ich hätte das auch nicht hinbekommen. Hereinspaziert, viel Spaß!
Strongmen, das sind die Kerle, auf die man meist beim lustlosen Herumzappen stößt - das sind die, die bei den einschlägigen Spartenkanälen wie die Berserker Betonklötze, Traktorreifen und Steinkugeln durch die Gegend wuchten oder hier und da mal mittels Muskelkraft einen LKW von der Stelle ziehen. Tätigkeiten, die jeder normaler Mensch lieber mittels technischer Hilfe bewältigt, die hier aber als Sport gelten. Kann man von halten, was man will - ist allerdings unheimlich praktisch, wenn man mal mit dem Auto stecken geblieben ist und einen Strongman in greifbarer Nähe hat, der einen aus der Misere wuchtet.
Am Samstagabend war Heinzens Auftritt das Highlight von "Unglaublich! Die Show der Merkwürdigkeiten" - das neue RTL-Format mit
Apropos Sat.1: was wird wohl als nächstes in Sachen "Promis spielen Gesellschaftsspiele" kommen? Promi-Jenga? Promi-Sackhüpfen? Promi-Kekswichsen?
Zurück zu RTL: das Programm plätscherte so vor sich hin. Regina Halmich und Ralf Möller klatschten artig und taten ihre Bewunderung kund.
Dann, zum Schluss, war es endlich soweit: Heinz kam ins Spiel. Auf dem Düsseldorfer Flughafen hat er sich eine Boeing 737 mit rund 50 Tonnen Gewicht zum Wegziehen auserkoren. 20 Meter weit, uiuiui!
Und weil das nicht reicht, wird der Kampf "Mensch gegen Maschine" ausgerufen. Gegen ihn tritt Peter Zakowski mit seiner Dodge Viper an.
Die Viper macht den Anfang. Niäniäniäniäniäniäniä! macht sie, lässt jede Menge Gummi auf der Strecke, zieht das Flugzeug aber in sagenhaften 20 Sekunden über die Ziellinie. Uiuiui, das wird knapp, Heinz!
Ein paar Werbeblöcke später: jetzt ist Heinz an der Reihe. Heinz legt sein Zuggeschirr an. Heinz schnaubt noch einmal und hebt den Daumen.
Heinz zieht. Hnnnnnggggggggggggggggggggggg! macht er, Hnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnggg! - "Bei so viel Anstrengung ist es unheimlich wichtig, vorher aufs Klo zu gehen...", denke ich mir. Heinz startet zum zweiten Versuch.
Hnnnnnggggggggggggggggggggggggggaaaaaaaaaaargh! Doch nichts bewegt sich. Heinz gibt auf. Alles schaut ein wenig betroffen, nur die Moderatorin vor Ort quietscht ein
Och, Heinz! Schade, Mensch!
Eines Tages wird sich folgendes vor der Himmelstür zutragen:
Petrus: Guden!
Heinz: Servus!
Petrus: Und, wie?
Heinz: Naja, tot, nech?
Petrus: Och jo, das hört man ja dauernd hier.
(Beide lachen.)
Petrus: Name?
Heinz: Ollesch, Heinz.
Petrus: (blättert in seinen Listen) Ach ja, der Herr Ollesch. Ui, "Strongman", was ist denn des?
Heinz: Naja, wir wuchten wie die Berserker Betonklötze, Traktorreifen und Steinkugeln durch die Gegend und ziehen LKWs.
Petrus: Aha. Wäre das nicht viel einfacher, das mit technischer Hilfe zu bewältigen?
Heinz: Eigentlich schon, aber wir machen's halt als Sport.
Petrus: Hm-hm, das leuchtet ein. Ist natürlich unheimlich praktisch, wenn man mit dem Auto steckengeblieben ist und Dich dabei hat.
(Beide lachen.)
Petrus: Und, schon mal so was richtig großes gewuchtet?
Heinz: Naja, da war diese Sendung auf RTL. Ich bin da eigentlich nur hin, weil der Schulz schon bei Sat.1 saß. Und da sollte ich ein Flugzeug wegwuchten.
Petrus: Und?
Heinz: (lässt den Kopf hängen) ...hab versagt. Das Ding hat sich nicht einen Millimeter bewegt.
Petrus: Soso.
Heinz: Jaja.
Petrus: Das ist ja doof, nech?
Heinz: Hm-hm.
Petrus: Tja, was machen wir denn da?
Heinz: (zuckt traurig mit den Schultern)
Petrus: Naja, Schwamm drüber - ich hätte das auch nicht hinbekommen. Hereinspaziert, viel Spaß!
banger | ferngesehen. | 24. Sep, 12:17
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