Es passiert immer wieder, man kann nichts dagegen tun: legt man an der Supermarktkasse nichts auf das Fließband, wird man schlichtweg übersehen.
Das liegt in erster Linie daran, dass das Kassiertier oftmals ein kontaktscheues Wesen ist, welches den direkten Blickkontakt zu den Kunden fürchtet und lieber das Fließband und die darauf befindlichen Waren fokussiert und, ja, seine einzige Lebensfreude aus dem rhythmischen Piepen des Scanners bezieht. Der durchschnittliche Kunde weiß das zu schätzen, wird ihm doch kein unerwünschtes Gespräch bei der Abfertigung des Kassiervorgangs aufgedrängt und schnell kann er wieder in die Anonymität der Großstadt verschwinden.
Bricht man jedoch aus diesem Normalverhalten aus und stellt sich nur mit einem Sechserpack Wasser in 1,5L-Flaschen ("Nicht auf das Fließband!", schrie die Kassiererin, "Das ist viel zu schwer!") oder nur mit einem Pfandbon ("Nicht auf das Fließband!", schrie die Kassiererin, "Die Bons fallen mir nur in den Schlitz!", und deutete vielsagend auf die Stelle, wo das Fließband in einer länglichen Öffnung endet) bewaffnet an der Kasse an, passiert Tag für Tag unausweichlich dasselbe: bevor man "Halt!" schreien kann, wird die Ware des nächsten Kunden über den Scanner gezogen.
Als Belohnung bekommt man postwendend ein "Sie hätten ja was sagen können!" ("Wie denn? Und wann?", denke ich mir) und/oder diesen Blick, der einem unmissverständlich klarmacht, dass man nicht nur für den nun nötigen Stornovorgang eines Tages mit glühenden Stangen ausgepeitscht wird, sondern auch früher oder später noch für den Klimawandel, die Einführung des ALG2 und diverse Naturkatastrophen zur Rechenschaft gezogen werden wird.
Was tun? Die Anschaffung eines Nebelhorns zwecks Aufmerksamkeitserweckung wurde bereits in Erwägung gezogen, wegen Unverhältnismäßigkeit der Mittel aber wieder verworfen. Wie wäre es statt dessen, wenn an der Kasse Dummies ausliegen würden, die man anstelle der Ware auf das Fließband legt und damit dem Menschen an der Kasse ein Signal gibt, den Blick zu heben?
Das liegt in erster Linie daran, dass das Kassiertier oftmals ein kontaktscheues Wesen ist, welches den direkten Blickkontakt zu den Kunden fürchtet und lieber das Fließband und die darauf befindlichen Waren fokussiert und, ja, seine einzige Lebensfreude aus dem rhythmischen Piepen des Scanners bezieht. Der durchschnittliche Kunde weiß das zu schätzen, wird ihm doch kein unerwünschtes Gespräch bei der Abfertigung des Kassiervorgangs aufgedrängt und schnell kann er wieder in die Anonymität der Großstadt verschwinden.
Bricht man jedoch aus diesem Normalverhalten aus und stellt sich nur mit einem Sechserpack Wasser in 1,5L-Flaschen ("Nicht auf das Fließband!", schrie die Kassiererin, "Das ist viel zu schwer!") oder nur mit einem Pfandbon ("Nicht auf das Fließband!", schrie die Kassiererin, "Die Bons fallen mir nur in den Schlitz!", und deutete vielsagend auf die Stelle, wo das Fließband in einer länglichen Öffnung endet) bewaffnet an der Kasse an, passiert Tag für Tag unausweichlich dasselbe: bevor man "Halt!" schreien kann, wird die Ware des nächsten Kunden über den Scanner gezogen.
Als Belohnung bekommt man postwendend ein "Sie hätten ja was sagen können!" ("Wie denn? Und wann?", denke ich mir) und/oder diesen Blick, der einem unmissverständlich klarmacht, dass man nicht nur für den nun nötigen Stornovorgang eines Tages mit glühenden Stangen ausgepeitscht wird, sondern auch früher oder später noch für den Klimawandel, die Einführung des ALG2 und diverse Naturkatastrophen zur Rechenschaft gezogen werden wird.
Was tun? Die Anschaffung eines Nebelhorns zwecks Aufmerksamkeitserweckung wurde bereits in Erwägung gezogen, wegen Unverhältnismäßigkeit der Mittel aber wieder verworfen. Wie wäre es statt dessen, wenn an der Kasse Dummies ausliegen würden, die man anstelle der Ware auf das Fließband legt und damit dem Menschen an der Kasse ein Signal gibt, den Blick zu heben?
banger | alltäglich. | 16. Okt, 00:03
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