Sonntag, 11. Mai 2008

Mark Knopfler Stratocaster

Gerade komme ich vom Mark-Knopfler-Konzert aus der Köpi-Arena Oberhausen. Die Karte habe ich letztes Jahr von meinem Vater - der mich heute auch begleitete - zum Geburtstag bekommen.
Eins vorweg: wir saßen in Block 1 direkt links vor der Bühne. Der Kartenpreis bewegt sich mit gut 60 Euro in einer Preiszone, die ich freiwillig nicht betrete. Ich selbst hätte mir die Karte nicht gekauft - und muss auch im Nachhinein sagen, dass 60 Euro ziemlich viel Geld für die Musik sind. Nicht, dass das Konzert schlecht war, aber lieber lege ich 30-40 Euro für ein Toto-Konzert auf den Tisch, wo ich eine tolle Bühnenshow mit Spielspaß bekommen habe.

Letzteres fehlte mir bei Herrn Knopfler, die Erfahrung habe ich auch schon bei meinem bisher einzigen Clapton-Konzert 2004 in Antwerpen gemacht: Alternde britische Guitar Heroes neigen dazu, auf der Bühne ordentlich, aber relativ emotionslos ihr Programm herunterzuspielen (Ausnahme bisher: The Shadows).

Herr Knopfler ist sichtbar alt geworden. Das nicht als Kritik, herrje, nur als Feststellung. Die Körperhaltung auf der Bühne sprach Bände. Was soll's auch Musiker werden alt, es sei ihnen in Würde gegönnt.

Generell agierte die Band auf der Bühne recht introvertiert, fast so, als sei das Publikum nicht vorhanden - was das Hauptaugenmerk meiner o.g. Kritik am Preis ist. Es kam nicht der Eindruck auf, die Band habe richtig Laune am Spiel. Dafür lieferten Sie aber satte 2 Stunden Musik - das hat der Herr Clapton nicht geschafft.
Nebenbei sei bemerkt: Sitzkonzerte sind doof, erst recht auf unbequemen Stühlen, auf denen einem schmerzhaft die Beine einschlafen. Es war erholsam, dass es zwischendurch Standing Ovations gab, ansonsten wäre ich ernsthaft gestorben.

Neben all der Kritik ist aber eins nachhaltig hängengeblieben: Der Mann hat Ton, aber hallo! Und die Dynamik, die er aus seinem Spiel holt, ist unglaublich! Das hat das Konzert wiederum wertig gemacht.

Übrigens: Es ist ärgerlich, nur die kleine Kompaktknipse mitzunehmen und vor Ort festzustellen, dass es offensichtlich kein Problem war, eine DSLR mit in den Saal zu nehmen. Andererseits: Hätte ich die Nikon mitgekommen, wäre es genau anders herum gewesen. Wetten?
aiiiia schrieb am 11. Mai, 01:28:

also bitte, ich wollte gerade im flickr einen lobenden kommentar hinterlassen, was Ihre nikon für tolle fotos macht (obwohl die lichtverhältnisse bei konzerten ja eher bescheiden sind und natürlich nicht die kamera, sondern Sie die fotos machen) und konnte nicht glauben, was in den exif-tags stand.
das foto ist toll!

banger antwortete am 11. Mai, 10:30:

Dieses Bild war auch noch relativ einfach zu schießen. Vor dem Konzert stand die Gitarre auf der Bühne im Scheinwerferlicht, ich konnte die Ixus auf der Bühnenkante abstützen und relativ verwackelungsfrei bei ISO 50 knipsen - noch ein wenig Weichzeichnung und fertig. Während des Konzerts war es aber nicht mehr so lustig - während ich mit der Nikon auch bei ISO 800 noch völlig schmerzfrei fotografieren kann, produziert die Ixus bei ISO 400 schon ein Rauschen, das ich mit der Nikon erst bei "Hi" (3200) habe.
Andererseits: So konnte ich das Konzert genießen und habe nicht nur fotografiert. ;-)

Herbert (anonym) schrieb am 11. Mai, 18:07:

kann es sein das du das Bühnenbild nicht richtig verstanden hast? Das Gitarrenenblem war die klare Botschaft - ich mache Musik und keine Show.
Und das hat er super rübergebracht, oder wozu gabs sonst mehrfach Standing Ovations - wie du ja selber geschrieben hast.

Wenn du Bühnenshow sehen willst hätteste eine Tag früher kommen müssen und dir Kiss antun müssen!
Gruß
Herbert
der restlos begeistert war

aiiiia antwortete am 11. Mai, 18:56:

sorry, dass ich mich einmische obwohl ich nicht dabei war, aber:
wenn ich ein konzert ohne show haben will, hör ich mir eine cd an...

banger antwortete am 11. Mai, 19:08:

"Show" muss nicht gleich albernes Rumgehampel bedeuten, aber etwas Interaktion mit dem zahlenden Publikum schadet nie. So kam es mit allerdings vor, als spiele die Band auf der Bühne für sich, nicht für das Publikum. Musikalisch war es sehr hochwertig, keine Frage.

anonymus (anonym) schrieb am 12. Mai, 12:18:

sorry, aber wer zu Mark Knopfler geht sollte vielleicht damit rechnen, dass da nichts an Bühne,Requisiten oder licht sein wird, was vom Wesentlichen, bei Knopfler der Musik, ablenkt. Und das Knopfler keine Rampensau ist wissen wir alle selber.
Und ich muss sagen, dass ich fand, dass die Band "Laune am Spiel" wie sonst was hatte. Ich sag nur das sagenhafte Kontrabasssolo (ich glaube das war beim Hill Farmer's Blues) oder diese herlichen Zusammenspiele vom Mann mit der Fiddel und Knopfler.

banger antwortete am 12. Mai, 18:54:

Wie ich oben schon schrieb: Einen Affentanz mit Pyroshow habe ich nicht erwartet - meine oben erwähnte "tolle Bühnenshow" wird wohl dankend als Ansatz für Fehlinterpretationen meiner Vorstellungen genommen. ;-)
Das Bühnenbild und die Lightshow fand ich übrigens sehr gelungen, weil geschmackvoll und unaufdringlich.
Die Sache mit dem Spielspaß: Das Solo (durchaus ein Highlight) ist mir auch nicht entgangen, ebensowenig die Kommunikation zwischen Knopfler und dem Fiddle-Schotten, im Gesamtbild erschien es mir allerdings etwas, nun ja, "steril". Das ist einfach aus meinem Betrachtungswinkel so gewesen - mag sein, dass es für Sie ok war, da können wir beide mehr als gut mit leben.
Herrje, ich habe ein Konzert aus meiner Sicht beschrieben, keinen Gott vom Thron gerissen!

Pommes (anonym) schrieb am 12. Mai, 18:23:

Perlen vor die Säue

Schade, der Vater hat es bestimmt gut gemeint, aber das war wohl Perlen vor die Säue geworfen!

banger antwortete am 12. Mai, 18:47:

Sofern man die Anzahl der Mark-Knopfler-Fans, die bisher hier kommentiert haben, als repräsentativ erachtet, muss man leider zu dem Schluss kommen, dass selbige ein Schar Anbeter sind, denen bei dem leisesten Aufkommen von Kritik direkt die Fangzähne ausfahren.
Ihr Kommentar ist die bisherige Spitze der blasierten Erbärmlichkeiten. Sie kennen vermutlich keinen Zentimeter von mir, erlauben sich aber, nach der Lektüre von ein paar Zeilen, die des Nachts heruntergetippt wurden, so zu urteilen.
Zu Ihrer Information: Seit mehr als zwei Dritteln der vergangenen dreißig Jahre besuche ich mit meinem Vater Konzerte jeglicher Couleur, er wird sich sicherlich darüber bewusst sein, welche Perlen er vor welche Säue wirft - bzw. es sein lässt.

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Wo war noch gleich...

 

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Oh.My.Goodness.
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toktoktok (anonym) - 20. Aug, 16:01
Der letzte Punkt stellt...
Der letzte Punkt stellt eindeutig einen Missbrauch...
Scholli (anonym) - 19. Aug, 22:03
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banger - 19. Aug, 21:45
Naja, irgendwie muss...
Naja, irgendwie muss der Erhalt der Lebensfunktionen...
Scholli (anonym) - 19. Aug, 21:32
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banger - 19. Aug, 21:17
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Mathematik, damals, nach der Hauptschulreife. Das kam...
pathologe - 19. Aug, 14:37
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Scholli (anonym) - 19. Aug, 14:30
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banger - 19. Aug, 21:45
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...geht auch. ;-)
unkreativ - 19. Aug, 21:19
Gehirn? Sie neigen zu...
Gehirn? Sie neigen zu Euphemismen, Guteste!
banger - 19. Aug, 21:17
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unkreativ - 18. Aug, 17:12
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virtualmono - 16. Aug, 22:15

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