Wo ich gerade im Bahnspaß-Blog vom fliegenden Gepäck lese, fällt mir eine kleine Geschichte aus der Schulzeit ein...
Anno 1996 führte es unseren Teil der Stufe zur Studienfahrt nach Südtirol. Als Transportmittel wurde der Dolomitenexpress auserkoren, mit - mittlerweile als "alt" titulierten - Sechserabteilen, deren Sitze man ausziehen konnte, um eine Liegefläche zu schaffen. Das Schlafen an sich wurde zu einer echten Prüfung der Leidensfähigkeit, hatte man doch die Füße des Gegenübers an seinem Kopfende. Zweien von uns war das wohl doch zu viel; die fanden in einem freien Abteil im nächsten Waggon ihr Quartier.
Des Nachts wurde in Würzburg der Zug geteilt und wir bekamen eine neue Lok, deren Fahrer so tüchtig gegen die Waggons fuhr, dass unsere prall gepackten Wanderrucksäcke sich kurzerhand dafür entschieden, ihren zugewiesenen Platz in den Gepäckauflagen zu verlassen, der Gravitation Tribut zu zollen und letztendlich zielsicher auf unseren Bäuchen zu landen. Zum großen Nachteil meines Gegenübers, der nach einem erstickten "Fenster auf!", schier endlosen Rumgefummel an den Vorhängen und dem hektischen Herunterreißens des Fensters im hohen Bogen auf den Bahnsteig erbrach. Nein... es war eher ein Kotzen. So richtig. Mit Jubel, Applaus und einem Schaffner, der sich gerade noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone auf dem Bahnsteig entfernte.
Kurz darauf brach dezentes Entsetzen aus, als sich herausstellte, dass sich der Waggon, in den sich die beiden oben genannten Schlaumeier verzogen hatten, mit zum abgetrennten Teil des Zuges gehörten und sich nun auf den Weg nach Österreich, in die Schweiz oder ein anderes Land befand, in dem Kinder gegrillt, Katzen geschlagen und Großmütter ungefragt zum Tanz gezwungen werden - auf jeden Fall nicht dahin, wo wir hinwollten. Doch glücklicherweise waren die beiden auch aus ihren Schlaf gerissen worden und kamen uns kurze Zeit später quer über die Gleise entgegengerannt.
Übrigens: Es ist absolut sinnfrei, in den heimischen Niederungen gekauftes Dosenbier über 2300 Meter Höhendifferenz mitzuschleppen. Warum? Beim Öffnen spielen physikalische Gesetze in Gestalt des Luftdrucks eine bemerkenswere Rolle.
Anno 1996 führte es unseren Teil der Stufe zur Studienfahrt nach Südtirol. Als Transportmittel wurde der Dolomitenexpress auserkoren, mit - mittlerweile als "alt" titulierten - Sechserabteilen, deren Sitze man ausziehen konnte, um eine Liegefläche zu schaffen. Das Schlafen an sich wurde zu einer echten Prüfung der Leidensfähigkeit, hatte man doch die Füße des Gegenübers an seinem Kopfende. Zweien von uns war das wohl doch zu viel; die fanden in einem freien Abteil im nächsten Waggon ihr Quartier.
Des Nachts wurde in Würzburg der Zug geteilt und wir bekamen eine neue Lok, deren Fahrer so tüchtig gegen die Waggons fuhr, dass unsere prall gepackten Wanderrucksäcke sich kurzerhand dafür entschieden, ihren zugewiesenen Platz in den Gepäckauflagen zu verlassen, der Gravitation Tribut zu zollen und letztendlich zielsicher auf unseren Bäuchen zu landen. Zum großen Nachteil meines Gegenübers, der nach einem erstickten "Fenster auf!", schier endlosen Rumgefummel an den Vorhängen und dem hektischen Herunterreißens des Fensters im hohen Bogen auf den Bahnsteig erbrach. Nein... es war eher ein Kotzen. So richtig. Mit Jubel, Applaus und einem Schaffner, der sich gerade noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone auf dem Bahnsteig entfernte.
Kurz darauf brach dezentes Entsetzen aus, als sich herausstellte, dass sich der Waggon, in den sich die beiden oben genannten Schlaumeier verzogen hatten, mit zum abgetrennten Teil des Zuges gehörten und sich nun auf den Weg nach Österreich, in die Schweiz oder ein anderes Land befand, in dem Kinder gegrillt, Katzen geschlagen und Großmütter ungefragt zum Tanz gezwungen werden - auf jeden Fall nicht dahin, wo wir hinwollten. Doch glücklicherweise waren die beiden auch aus ihren Schlaf gerissen worden und kamen uns kurze Zeit später quer über die Gleise entgegengerannt.
Übrigens: Es ist absolut sinnfrei, in den heimischen Niederungen gekauftes Dosenbier über 2300 Meter Höhendifferenz mitzuschleppen. Warum? Beim Öffnen spielen physikalische Gesetze in Gestalt des Luftdrucks eine bemerkenswere Rolle.
538x gelesen | 1 Kommentar | Kommentar verfassen | 0 Trackbacks



(Duschgelplastikflaschen sind da uch willfaehrige Opfer des Luftdrucks. Und die Sauerei ist schwieriger zu entfernen.)