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Samstag, 26. Juli 2008

Ein typischer Satz, wie ich ihn häufig in E-Mails auf der Arbeit lesen muss, gibt Anlass zur Kritik: Könntest du das bitte checken und mir ein Feedback geben. Danke!

1. Eine Frage wird durch ein Fragezeichen beendet.
Wer hat diese unsägliche Mode in Gang gebracht, dem Fragezeichen seine Existenzberechtigung zu entziehen und stattdessen Fragen mit einem Punkt zu beenden? Satzkonstrukte wie Warum ist das so. Können wir da was machen. erzeugen bei mir spontanen Hautausschlag. Frage und Punkt passen zusammen wie Pommes und Sprühsahne! Punkt.

2. Feedback?
Man verstehe mich bitte nicht miss - ich arbeite in einer Branche, in der Anglizismen gang und gäbe sind, von "Attachment" über "Computer", "Creative" und "Meeting" bis hin zu "zerofill" ist ein Vokabelsammelsurium im Einsatz, welches teils schlichtweg im Sprachgebrauch etabliert, teils als Fachbegriff oder in der Kommunikation mit englischsprachigen Kunden sinnvoll ist. Aber hier und da auch überflüssig.
"Kannst Du das bitte überprüfen und mir Bescheid geben" ist doch nicht umständlicher formuliert und klingt auch nicht so gestelzt wie "ein Feedback geben".

3. Bitte? Danke!
Ich hasse es, dieses "Danke im Voraus". Nicht nur sprachlich ist es an dieser Stelle der Kommunikation vollkommen deplatziert, es impliziert auch den Zustand, dass man nach Ausführung der Bitte und einer entsprechend formulierten Antwort keine Rückmeldung im Sinne von "Danke für die Bemühungen" oder "Danke, so ist es ok" bekommt. Warum auch? Die Höflichkeitsfloskel wurde ja schon im Vornherein pflichtbewusst abgedrückt. Das führt dann schon mal dazu, dass man selbst nach einer Weile noch mal hinterfragen muss, ob jetzt alles in Ordnung ist, weil der Kommunikationsablauf irgendwie nicht bis zum Ende geführt wurde, laut Murphy's Law das Thema aber plötzlich wieder akut wird, nachdem man in der Annahme, alles sei erledigt, die Mails gelöscht hat.
Dabei ist es doch so einfach:
  1. Aufgabenstellung + Bitte
  2. Erledigung
  3. Freude + Danke
Könnten wir das einfach mal so handhaben?
Ja?
Danke!
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Wenn der Mensch die Sprache nicht beherrscht, hat er in der Informatik nichts verloren.

Copyright beim Herrn Steppenhund.

Da stimme ich Ihnen gerne und vollkommen zu. Ich führe meine Sensibilität auf grammatikalische und sprachliche Entgleisungen unter anderem darauf zurück, dass ich es aus der Programmierung gewohnt bin, Anweisungen penibelst korrekt zu schreiben, weil man sonst den Karren vor die Wand fährt.
Die oben zitierte Mail kam übrigens aus einer anderen Abteilung. Dort machen die auch so etwas wie Telefonkonferenzen mit Freisprecheinrichtungen... gruselig!

toktoktok schrieb am 27. Jul, 02:25 Uhr:

Es muss sich ja nicht zwangsläufig dabei um eine Frage handeln, so formuliert könnte es auch eine Aufforderung sein. Aber selbst dann bräuchte es am Satzende ein anderes Zeichen als einen Punkt.
Und was die Anglizismen anbetrifft: Irgendwie erinnere ich mich da gerade an meinen alten Literaturprof, der der festen Überzeugung war, es ginge gänzlich ohne (also Anglizismen) und meinte man könne zu Aquaplaning auch Wasserglätte sagen! ;-)
Und, nur mal so, wer kann denn heute noch einfache, vollständige, deutsche Sätze? :-)

Es sind eindeutig Fragen - Punkt. Ansonsten müßte es heißen "Checke das bitte..." (warum eigentlich nicht "Kontrolliere das bitte...").

also bei 1) bin ich ja ganz bei Ihnen. nicht nur die armen fragezeichen fallen immer öfter unter den tisch - auch kommata, punkte und rufzeichen finden sich oft an völlig irren stellen wieder. was aber jedenfalls eingeschränkt werden muss ist der inflationäre gebrauch von rufzeichen!!!einself!!.

ad 2)
feedback ist ok, aber doch bitte nicht "ein". es gibt ja auch nicht zwei zwölfundvierzig feedbacks. "gib mir bitte feedback" finde ich ok.

ad3) ich bin ja großer anhänger der "aufgabenstellung + bitte + danke"-fraktion. ergibt ein bisschen sinnlosen mailverkehr mehr ("danke, aiiiia") aber klingt irgendwie netter. und vorschusslorbeeren sind ja nie falsch : )

Ad 1)
Sie bringen mich gerade auf die maximale Perversität: Fragen, die mit einem Ausrufezeichen enden. Oh Herre! Warum machen Menschen sowas!

Oje Herr Banger!
Eine Frage muss doch nicht zwingend durch ein Fragezeichen beendet werden. Zumindest nicht, wenn man direkt miteinander spricht. Im Schriftverkehr muss das so. Da haben wir wieder das Problem konzeptionelle Mündlicheit versus konzeptionelle Schriftlichkeit. (Eben noch bei frau toktoktok drüber geklagt). Soll heißen: Im Gespäch ersetzen Sprechtempo, Tonhöhe und Intonation die Satzzeichen. Im Schriftlichen fallen diese paralinguistischen Merkmale weg und bei Menschen, deren Konzeption mündlich ist, was im Moment durch die Lehrmethoden in der Grundschule (Schreibenlernen nach Gehör und dann Korrektur nach orthographischen Regeln [Varat => Fahrrad]) begünstigt wird, gibt es dann eben immer öfter auch keine Satzzeichen.
Abgesehen davon finde ich diese Formulierung, wie sie Ihnen gegenüber angewandt wurde, fast schon unhöflich. Ein Danke ohne vorheriges Bitte ist doch eher eine Anordnung und keine Bitte.
Aber Hauptsache, Sie haben noch Spaß an der Arbeit!

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Wo war noch gleich...

 

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ohhh lecker :) da wird...
ohhh lecker :) da wird man ja ganz neidisch, bei uns...
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