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Montag, 6. Juli 2009

Was machst Du eigentlich beruflich? - diese Frage stellt so manches mal den weiteren Verlauf eines bis dato angenehmen Gespräches auf eine harte Prüfung, denn die Antwort lautet: Ich bin Anwendungsentwickler.
Die Antwort beinhaltet oftmals große Augen, einen fragenden Gesichtsausdruck oder einen Satz in der Form von: Ach, so ein Hacker, der den ganzen Tag kryptisches Zeug in den Computer hackt? Da verstehe ich ja gar nichts von, ich bin schon froh, wenn ich mein Excel öffnen kann.
Ist das nicht furchtbar spröde?


Da haben wir den Salat. Ich, derjenige, der bei dem Begriff "HTML-Programmierung" nervösen Hautausschlag bekommt, sitze jemandem gegenüber, der von meinem Beruf nur ein unzureichendes und klischeehaftes Bild hat, welches ihm durch Filme und Serien vermittelt wird: Der blasse, pickelige Geek mit der unmöglichen Frisur, Hornbrille, ein T-Shirt mit Atari-Logo oder irgendwelchen unverständlichen Aussagen tragend, vor ihm eine zugesiffte Tastatur, der Aschenbecher übervoll und eine schiere Masse an Kaffeetassen und leeren Fast-Food-Behältnissen vor sich, arbeitet mehr nachts als tagsüber, gibt auf Fragen nur seltsames Gefasel von sich, hackt mit unglaublicher Geschwindigkeit irgend ein Zeug in die Tastatur, starrt auf seine Bildschirme und kommt in einer der nächsten Szenen mit einem albern langen Ausdruck um die Ecke, den vorzeigend er atemlos berichtet, er habe das Opfer anhand einer mehrdimensionalen logarithmisch egalisierten Kreuzpeilung lokalisieren können: Direkt vor einer Mikrowelle mit einem linksherum rotierenden Drehteller in einer Milchbar in Ontario.
Nun gut, ich bin Brillenträger, Raucher, leidenschaftlicher Kaffeetrinker und habe Übergewicht. Die Eigenschaften teile ich aber mit einer großen Menge von Menschen in anderen Berufen. Ok, zugegeben, hin und wieder sieht man mich auch mit einem T-Shirt, dessen Aufdruck fachfremde Personen schon mal zu einem Stirnrunzeln verleitet. Ansonsten bin ich aber eigentlich ziemlich normal, denke ich. Das mit dem kryptischen Zeug relativiert sich auch schnell, wenn man meinen mit anderen Berufen vergleicht. Ebensowenig, manch Außenstehender meinen Programmcode versteht, so hilflos muss ich mit den Achseln zucken, wenn ein Chemiker von seien Formeln schwärmt, wenn unsere Buchhalterin den Mund aufmacht oder der Heizungsmonteur mir erklärt, warum die Dusche in dem Moment eiskalt wird, wenn ich gerade die Arme hochstrecke und leise seufze.
Die Ausführungen meiner Freundin zu pharmazeutischen Themen verstehe ich maximal ansatzweise mit der Wikipedia im Anschlag, vor einer Steuererklärung sitze ich mehr oder weniger hilflos. Und, ganz nebenbei: Mit meinen Freunden unterhalte ich mich nicht nur über die neueste Ubuntu-Distribution und ich spiele äußerst analoge Musikinstrumente. Ich habe kein aufgemotztes Alter Ego in Second Life oder World of Warcraft, eine LAN-Party habe ich noch nie von innen gesehen. Ich bin noch nicht einmal mobil online, womit ich so manchen Nicht-Geeks um Längen hinterherhänge.

Also greife ich zu Analogien. Ich gebe einem ziemlich gut dressierten Hund Befehle und lasse mir diverse Stöckchen bringen. Ich baue Maschinen zusammen, aus lauter Zahnrädern und Hydraulikleitungen, die mit möglichst wenig Energieverbrauch möglichst viel Masse transportieren und umformen. Ich stricke Norwegerpullover, auf denen, Reihe um Reihe, Bilder von Elchen entstehen.

Und, was der Unwissende gerne übersieht oder unsereins gar abspricht: Ich arbeite mit viel Phantasie, genau genommen Abstraktionsvermögen.
Aus Vorstellungen, Wünschen, einer hingekritzelten Skizze konstruiere logische Abläufe, die ich in Code umsetze. Das sind viele Sachen, die im Backend, also ohne direkten Kontakt zum Benutzer ablaufen. Die zuvor beschriebenen dressierten Hunde, die auf meine Kommandos loslaufen. Die Faszination dessen ist Außenstehenden zugegebenermaßen eher schwer zu vermitteln.
Interessanter ist in dieser Hinsicht das Frontend, also der Bereich, mit dem der Mensch zu tun hat, den er zu Gesicht bekommt. Das, was der Besucher einer Website im Browser sieht.

Für den rein visuell orientierten Menschen ist das, was wir dort fabrizieren, oftmals ein Anlass ausufernden Unverständnisses. Zeichenfolgen, die aneinandergereiht werden, sollen am Ende optisch was hermachen? Warum dieser Aufwand? Es gibt doch WYSIWYG-Editoren, mit denen man die Inhalte bequem mit der Mouse so platziert und bearbeitet, dass es schön aussieht - das ist doch Webdesign, was will man mehr? Was Du machst, ist doch unkreative Techno-Pornografie!
Aber nein! Auch ich schwinge meinen Pinsel, nur anders. Mit den richtigen Methoden lässt man Inhalte aufleben, anstatt sie nur dem Auge gefällig zu gestalten. Die Vielschichtigkeit ist es, die man ausreizen will. HTML ist per se weniger ein Mittel, Inhalte darzustellen, als sie zu beschreiben; ein Missverständnis, dass sich aus diversen Gründen schon seit einigen Jahren hinzieht. Ein Text muss als erstes strukturell aufbereitet werden, dann erst kommt die Verzierung fürs Auge drauf. Ein <b> lässt einen Text fett erscheinen, ein <strong> sagt aus, dass dieser Teil besonders hervorgehoben wird. Auch wenn beides hinterher im Browser beides aussieht, sind es doch grundlegend verschiedene Bedeutungen. Ich habe einmal die interessante Erfahrung gemacht, mit einem blinden Anwender zusammenzuarbeiten, der mittels Braillezeile und Sprachsynthesesoftware durch das weltweite Netz surft. Barrierefreiheit bedeutet weitaus mehr, als die Schriftgröße rentnertauglich zu wählen. Wenn man selbst mal ein HTML-Dokument nicht gesehen, sondern gehört hat, erkennt man schlagartig den Sinn von logischen Textauszeichnungen und aus vermeintlichen Pingeligkeiten von richtlinienverliebten Korrektheitspredigern werden sinnvolle Überlegungen. Dann erst kommt die visuelle Ebene, auch wieder ein Bereich, der viel Menschenkenntnis erfordert, die man unter dem Schlagwort "Usability" zusammenfasst: Der Mensch muss mit der Technik zurechtkommen, und das möglichst intuitiv.

All das sind Aufgaben, die sich in unserer Branche in den Bereichen überschneiden; das schöne Wort dazu nennt sich "Interdisziplinarität". Wir würden nur gegeneinander anarbeiten, würden wir nicht unsere Schnittstellen kennen: Der Designer oder Layouter muss wissen, welche Möglichkeiten die Technologien bereitstellen und wo ihre Grenzen sind, ebenso muss ich die Vorgaben so umsetzen können, dass am Ende auch der Designer sein OK gibt.
Natürlich werfen wir uns gegenseitig gerne und oft ein "Pixelschubser!" oder "Hacker!" an den Kopf, das jedoch seltenst ohne ein Lächeln und gegenseitigen Respekt, denn, wenn auch manchmal nur in Ansätzen, wissen wir, was der andere tut, warum er es tut und wie wir es am besten miteinander schaffen. Wer sich dem verschließt und nur mit Scheuklappen an seinem eigenen kleinen Kuchen backt, der läuft sehr schnell vor Wände, die er sich selbst aufgestellt hat.

Um mit einer Analogie zu schließen: Ein Felgendesigner wird wenig erfolgreich sein, wenn er bei seiner Arbeit die Bremsen nicht berücksichtigt.

P.S.: Ich kann keine Mikrowellen in Ontario orten. Nur für den Fall, dass Sie auf dumme Gedanken gekommen sind.
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Sehr schön - ich verlinke das mal bei mir, wenn's genehm ist ;-)

Meinereiner ist ja noch weiter weg vom gemeinen DAU (Oracle-DBA - das heißt, der Entwickler gehört zu meinen natürlichen Feinden *g*), und ich pflege immer nur zu sagen:"Meine Arbeit bemerkt man nur, wenn ich sie NICHT mache."

Oh, aber gerne doch!
Wie erklären Sie eigentlich Laien gegenüber Ihren Job? Oder behaupten Sie einfach, Sie wären Eisverkäufer? ;-)

Also einige meiner (inernen) Kunden wissen natürlich schon ansatzweise, was ich den ganzen Tag so treibe - oder vielleicht sollte ich besser sagen ausschnittsweise... und es gibt so einige Power-User, die ich inzwischen auch in Application Express sowiet eingeführt habe, daß sie mit wachsender Begeisterung selbst Applikationen bauen (und von Access die Finger lassen, oder - noch schlimmer - der unseligen, aber weitverbreiteten "Excel-ist-meine-Datenbank"-Attitüde wegkommen).
Einem vollkommen unbedarften erzähle ich meistens, daß ich mit Computern arbeite, aber "mit richtigen, nicht mit PCs", wobei ich dann meist noch die drei-bis vierstellige Anzahl gleichzeitiger Benutzer erwähne - so etwas erzeugt meist eine gewisse Ehrfurcht und bewahrt mich gleichzeitig vor unerwarteten Angriffen am Wochenende à la "Sag mal, Du kennst Dich doch mit PC's aus...". Nein - tue ich nicht (doch, schon, aber nur mehr widerwillig - wer mal vor einem Mac gesessen hat, weiß was ich meine). Und dann erkläre ich meist, daß so eine Datenbank eigentlich so etwas wie ein "Betriebssystem im Betriebssystem" ist... "weißt Du noch, so, wie Du damals unter MS-DOS etwas in die CONFIG.SYS eintragen mußtest, damit gewisse Dinge funktionieren, so können wir bei Oracle auch Parameter verändern, damit z.B. mehr Benutzer gleichzeitig die Daten abfragen können undsoweiter...". Und daß wir auch dafür sorgen, daß im Katastrophenfall nicht alles verloren ist, indem wir uns um regelmäßige Datensicherungen kümmern (wenn dem Zuhörer schon mal eine Festplatte um die Ohren geflogen ist, dann leuchtet es unmittelbar ein, wie wichtig so etwas ist - insbesondere bei den Daten vom ganzen Unternehmen). Und daß so eine Datenbank so etwas wie eune große Kommode ist, mit vielen kleinen Schubladen, in die die verschiedenen Dinge einsortiert werden - nur mit dem Unterschied, daß man da nahezu beliebig anbauen kann, also neue Schubladen dazupacken, wo dann wieder andere Sachen einsortiert werden, sodaß man alles leicht wiederfindet, und wir das für die Programmierer (sic) machen, und auch ihre Programme, wenn sie fertig programmiert sind, auf die Produktionssysteme überspielen, weil ja nicht jeder einfach machen kann was er will, bei so vielen Schubladen muß ja der Überblick gewahrt bleiben...

So oder so ähnlich ;-)

... denn von Dingen wie XMLDB oder SPATIAL oder STREAMS oder Advanced Replication oder gar, daß wir uns nicht um eine, sondern ca. 200 Datenbank-Instanzen kümmern dürfen fange ich bei Laien lieber gar nicht erst an...

Oh, das erinnert mich irgendwie daran, wie ich während meiner Zeit im öffentlichen Dienst die Leute mit einem Bild "meines" IBM zSeries Mainframe beeindrucken konnte. ;-)

*hihi* - ich war heute gerade mal wieder im TSO (Toll, Super, Optimal) unterwegs - aber nur, weil die verbliebene handvoll Mainframe-User gerade 'ne neue 3270-Emulation testet und ich nach der Einstellung für Autorepeat bei PF7/PF8 schauen mußte, da das standardmäßig ausgeschaltet war...

Wähh.

Aufhören! Ich hatte die Erinnerung daran doch schon fast erfolgreich verdrängt, jetzt jagen mich wieder irreführende JCL-Conditions. Geht weg! Pfui!

Ach Herr Banger, ich habe ja keine Ahnung, was Sie da reden, weil ich keine Ahnung von Ihrem Beruf habe, der Ihnen, wie mir scheint schon eher eine Berufung ist. Mit einem Bruder, der ebensolche Nerdigkeiten zeigt, nur ohne die Anwendungs-, dafür aber mit Hardwareentwicklung, der im Jugendalter zu Hause Netzteile selbst gefertigt hat, und der nun in der glücklichen Lage ist, sich beruflich auch auszutoben, da denkt man doch, der hat schon den richtigen Job, weiß ich jedoch um genau diese Vorurteile.
Ich kann Ihnen aber auch von der anderen Seite berichten nämlich von der, wenn man einen Beruf hat, in dem sich alle auskennen. Wenn Sie zum ersten Mal von einer Hausfrau, die sich auf 400 € - Basis im Altenheim was dazuverdient, Vorträge darüber gehalten bekommen, wie sie eine Großwäscherei und die dazugehörige Logistik zu managen haben, haben Sie den Kaffee bereits morgens um 7 auf. Selbiges Gefühl beschleicht Sie, wenn Ihnen Altenpflegerinnen was über HACCP-Standards und Qualitätsmanagement in der Großküche erzählen wollen, bloß weil sie zu Hause die Familie nicht ausschließlich mit Hilfe der nächsten Burgerbraterei ernähren. Und so weiter und so fort.
Äußerst nervig, kann ich Ihnen sagen.
Im Grunde aber sollten wir uns alle mal unsere Klischees in die Haare schmieren und versuchen offen zu sein. Und mal lernen, dass nicht alles, was im Fernsehen zu sehen ist, auch der Wahrheit entspricht, nicht wahr, McGee?! ;-)

Ich spiele zwar kein analoges sondern ein digitales Instrument (Klavier), sonst kann ich mich mit der Beschreibung hervorragend identifizieren, obwohl da zwei Dinge zu ergänzen wären.
Nerd bin ich nur nebenberuflich und jetzt das letzte halbe Jahr verstärkt, weil ich in meinem Job auch dafür bezahlt werde, dass ich private Programmierungen in die betreffende Firma einbringe.
Ich bin sonst alles Mögliche in meinem Leben gewesen, wobei das Programmieren sehr oft ein Nebenjob war.
Die zwei Dinge, die ich einbringen möchte:
1) Dass es heute hauptsächlich Web-Anwendungen gibt, ist ein Pendelausschlag. Durch die Web-Architektur geht vieles an Usability verloren, das bei Rich-Clients selbstverständlich war. (Trotz Ajax u. ähnlichen Enhancements) Umso mehr stimme ich deinen Ausführungen über Barrierefreiheit und Überlegungen zum Unterschied zwischen "bold" und "strong" zu und finde es schon vornherein sehr erfreulich, dass sich jemand diese Art von Gedanken macht. Ich nehme einmal an, dass Du über vierzig bist:)
2) Der "Anwendungsprogrammierer" ist heute kein Codierer mehr. Es bedeutet wesentlich mehr Eintauchen in die Fachlichkeit und in die psychologische Interaktion mit dem präsumptiven Anwender. Mein kommender Job ist die Verbesserung des Requirement-Managements in einem Unternehmen, in dem es das bisher überhaupt nicht gab. Es ist inzwischen ein Lieblingsthema von mir - obwohl nur privat. Ich weiche ein bisschen vom Mainstream ab.
Ich habe in meinem Leben eine ganze Reihe größerer Softwareprojekte "gemacht", "programmiert", "geleitet". Ich programmiere immer wieder einmal eine Anwendung mit rund 1000 Function Points, um am Ball zu bleiben.
Dabei stelle ich fest, dass für etwas, wozu ich 2000 ungefähr 2 Wochen benötigt habe, heute in einem Nachmittag zu erledigen ist.
Was heißt das? Programmieren bedeutet die Konkretisierung von Wünschen, über die sich der Anwender noch nicht einmal so weit im Klaren ist, dass er sie formulieren kann.
Privat programmiere ich heute in Python, einer Sprache, die mir ähnliche Befriedigung wie einst FORTH verschafft. Ich sehe die Programmiersprache als Lingua Franca, mit der ich das ausdrücken kann, was ich sonst am liebsten im Kopf rechnen würde.
Die zeitaufwändigsten Angelegenheiten sind immer die GUI-Geschichten. Da schlagen dann die Ungereimtheiten des allfälligen Betriebssystems durch.
Doch in Wirklichkeit bin ich schon längst über meinen Jugendtraum hinaus: "wenn ich mir einmal eine VAX leisten kann, setze ich mich zu Ruhe und programmiere nur mehr zum Vergnügen." Die Rechenpower gibt es vielfach. Als Hobby könnte ich bis an mein Lebensende programmieren und es wäre mir nicht fad dabei.

In Punkt 2) kann ich dem Steppenhund nur zustimmen. Ich habe nun schon von einer ganzen Reihe von IT-Leuten (und von Männern wie Frauen gleichermaßen) Sätze gehört wie 'Es geht halt immer wieder um Kommunikation!' oder 'Ohne Kommunikation geht gar nichts!'. Besonders deutlich wird das in der Tat beim Punkt Anforderungsklärung (den ich auch extrem spannend finde :-)

Das Klischee vom pizzaessenden Nerd ist ein Schmarrn. So Leute mag es geben, aber in einem wirklichen Unternehmen mit wirklichen (internen oder externen) Auftraggebern bekommen die schnell massive Schwierigkeiten.

Und ich geb sowieso lieber 50 cent pro Minute und Person fürs Essen aus und halte mich am liebsten in Lokalen auf, wo ich mehr als zwei Stunden verbringe, wie zuletzt im Schindlhaus.

Huch!

Ich nehme einmal an, dass Du über vierzig bist:)
Wirke ich sooo alt? Ich bin gerade mal niedrige dreißig - oder schon, je nachdem. ;-)
Mit der Thematik der Barrierefreiheit beschäftige ich mich allerdings schon seit einigen Jahren. Sie bringt - ob mittelbar oder indirekt - enorm viele Vorteile mit sich, angefangen von sauberem Code bis hin so einer sogenannten "Suchmaschinenoptimierung", für die andere Leute viel Geld verbraten, von der man aber den Großteil einsparen kann, wenn man die Inhalte von Anfang an ordentlich strukturiert und somit auch maschinenlesbar hält.

Die Alterseinschätzung sollte natürlich keine Beleidigung sein sondern eher ein Kompliment. Ich unterrichte auch an zwei Hochschulen und ich treffe selten Leute, jünger als dreißig, die sich über Usability und strukturelle Integrität spezielle Gedanken machen, es sei denn, sie programmieren Spiele. (Da gibt es mitunter ein sehr hohes Qualitätsbewusstein.)
In der Regel müssen aber erst schmerzvolle Erfahrungen gemacht werden, bis man zu deiner Art des Denkens gelangt.

Keine Sorge.

Ich habe Ihre Einschätzung auch nicht als Beleidigung aufgefasst. So um die vierzig soll's ja auch noch mal 'nen Schub geben - ich kriege auch langsam etwas graue Schläfen, so wie der Clooney-Schorsch. ;-)

Ich habe mich gestern beim Lesen köstlich amüsiert. Wenn ich überlege, was der Ursprungs-Gedanken gewesen sein könnte, war das wohl wie ein Sandkorn aus dem Du dann eine Perle gemacht hast :)

ebenso fein amüsiert habe ich mich beim lesen. unwissend was ihren beruf angeht, musste ich doch ob meines berufes (psychologin) schmunzeln.... in pizzeria die "kopfkrankheiten" der pizzabäckerfamilien sollte ich heilen, hundertschaften menschen versichert, dass wir entgegen landläufiger annahmen nicht in menschen hinein schauen können und vom röntgenblick weit entfernt seien, bin ich irgendwann dazu über gegangen, mich gelegentlich als eisverkäuferin oder friseuse zu outen.

Ich kenne dieses Schicksal von Ärzten, die auch im privaten Umfeld ständig und unaufgefordert mit Symptomen vollgetextet werden.
Oder Leute von meinem Schlag, die, frei nach dem Motto "Du sitzt den ganzen Tag davor, Du musst wissen, wie das Ding bis ins Detail funktioniert", allerlei PC-Wehwehchen kurieren oder Ratschläge zum nächsten Notebook-Kauf geben sollen (nebst Besorgung, selbstverständlich, denn man hat ja Beziehungen zu haben). Morgens um halb drei von einem Besoffenen vor der Theke ein Problem mit dem Druckertreiber - Du kennst da doch bestimmt 'nen Trick - zugelallt zu werden, ist ganz, ganz toll.

Schöne Rechtfertigung: Aber wozu? Du bist als Nerd, Geek oder wie auch immer bei weiblichen Welt wohlgelitten, also ein Traummann,
siehe auch: Traummann-Defintion

Oh, ich denke, Sie haben da was missverstanden: Dies ist keine Rechtfertigung, nur eine Erzählung bzw. Beschreibung.
Ach ja, und ein Seitenhieb auf eine gewisse Person, die dazu neigt, neunmalklug Unwahrheiten über Dinge (in diesem Fall: Berufe) zu verbreiten, die ihn selbst mental überfordern. Seinen letzten Erguss zu dem Thema hat er leider sehr schnell wieder gelöscht, ansonsten hätte ich ihn gerne mal verlinkt - auch wenn er das überhaupt nicht mag. ;-)

Ich nehme an, es handelt sich um F.....
-
kleine Fingerübung:)

Super Text! Den Blogger möchte ich gerne mal kennenlernen, der einen so auf die Palme bringen kann. Vielleicht doch 'nen Tip?

Sorry, nein. Ich möchte das nicht weiter ausbreiten. Er war auch nur der Auslöser, dieses Thema mal anzuschneiden, ist aber bei weitem nicht der einzige, der von unsereins ein vollkommen falsches Bild zu haben scheint. Siehe oben - die Zitate sind nicht einfach frei erfunden.

Nerd ungleich Nerd

Als kleine Ergänzung zu Deinem (wir Traummänner duzen uns ja eigentlich immer) Artikel: Ein Programmierer muss nicht immer den gleichen Lebensweg hingelegt haben, um zum wahren Nerd zu werden: Ich habe mich in meiner Jugend nun überhaupt nicht für Lotkolben, Widerstände oder Platinen interessiert. Auch habe ich nie jedes Bit meines C64 persönlich gekannt. Irgendwann bin ich dann trotzdem in die IT reingerutscht und habe festgestellt -nachdem ich ein wenig Einblick bekommen habe und auch gut in meinem Job war -, dass dies ein kreativer Job sein kann: in dem Sinne, dass einem irgendwann Querverbindungen auffallen, die vorher noch keiner gesehen hat und die alte Prozesse beschleunigen oder neue erst ermöglichen. Mit GUI hatte ich auch rudimentär zu tun und auch dieses ist sehr reizvoll, sich in den Anwender reinzudenken, wie Du ja auch schreibst.
Aber trotz allem weiß ich mich anzuziehen(!), Frauen sind mir auch nicht fremd(!) und mit einem Fachfremden zu kommunizieren macht mir sogar Spaß(!).
Faszinierend ist es aber für mich, dass das Thema IT sich ständig weiterentwickelt und man immer noch Bauklötze staunen kann, wenn einem ein Kollege etwas "vorzaubert" und das sagt jemand, der eigentlich in unserer Branche schon zum alten Eisen gehört.

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Wo war noch gleich...

 

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Kommentiert

ohhh lecker :) da wird...
ohhh lecker :) da wird man ja ganz neidisch, bei uns...
BlaueTaube - 8. Dez, 16:44
Macht nichts. ;-) Vergleichen...
Macht nichts. ;-) Vergleichen Sie mal die Datumsangaben...
banger - 5. Dez, 16:57
Upps, sorry...
2008 ist dann doch schon ein Jährchen her seit...
Thorsten (Gast) - 5. Dez, 14:17
Hmmmm...
Und mal ganz ehrlich gefragt... Was ist das Problem...
Thorsten (Gast) - 5. Dez, 14:16
Rein aus Interesse:
War die Ente gefüllt?
banger - 30. Nov, 11:52
war schon immer so...
Meine Urgroßmutter wurde der Legende nach in...
Ly (Gast) - 25. Nov, 19:46
Einerseits eine nette...
Einerseits eine nette Idee, andererseits hat $abteilung...
banger - 22. Nov, 11:45
150 Gramm
muss man da erst mal rauslutschen. Ist eine ganze Menge.
pathologe - 22. Nov, 09:55

Album

Mein Senf

Es soll ja Leute geben,...
Es soll ja Leute geben, die unter ähnlichen Umständen...
nessy - 8. Dez, 14:08
Uh-Oh...
Jetzt kommt Traffic vom Bestatter herübergeschwappt....
nessy - 7. Dez, 17:03
Macht nichts. ;-) Vergleichen...
Macht nichts. ;-) Vergleichen Sie mal die Datumsangaben...
banger - 5. Dez, 16:57
Ich dachte immer...
die vielen Frisörgeschäfte würden nur...
nessy - 3. Dez, 14:53
Rein aus Interesse:
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banger - 30. Nov, 11:52

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Zuletzt aktualisiert: 8. Dez, 16:44

Arrrrr!

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