Der Herr Banger hatte sich für heute einen Tag Urlaub genommen. An diesem stand "Glotzen, Staunen, Kopfschütteln und Fortbildung" auf dem Programm - ein Tag auf der Frankfurter Musikmesse. Durch eine gewisse Vorbelastung richtete sich unser Augenmerk auf die Halle 4: E-Gitarren und -Bässe.
Für das ungeübte Auge und Ohr sind solche Messen erst einmal der absolute Overkill. Schiere Massen an Instrumenten hängen und stehen herum, werden demonstriert und ausprobiert. Dementsprechend herrscht ein tonaler Grundpegel in den Hallen, trotz einer Lautstärkebegrenzung auf "Zimmerlautstärke" an den Ständen in der Summe doch auf Dauer anstrengend.
Fast alle sind vertreten: Von den ganz großen im Geschäft, die gleich mehrere hundert Quadratmeter für sich beanspruchen, bis hin zu Asiaten, die maximal brockenhaftes Englisch sprechen und mehr oder weniger ausdruckslos (Euphemismus für "gelangweilt") in ihren Boothes sitzen, die mit den Ergüssen ihrer CNC-Fräsen bestückt sind. Von "Wir können ziemlich gut andere Hersteller kopieren!" bis hin zu einem Design, dass dermaßen eigenständig ist, dass es, nun ja, in meinen Augen einfach nur Banane aussieht, war alles dabei.
An manchen Ständen gniedelten (mir) unbekannte Gitarristen auf Teufel komm raus posend ihr Zeug runter, andere Stände versanken in dichtem Gedränge, weil eine Berühmtheit dort zugegen ist. Mal ehrlich - Joe Satriani ist ein toller Gitarrist, aber ist es wirklich den Tumult wert, weil er auf einer kleinen Bühne steht und einen Vortrag über sein Signature-Effektgerät hält? Eine erfrischende Abwechslung war beispielsweise der Franzose Christophe Goudin, der die Angelegenheit offensichtlich nicht so bierernst nahm und nicht nur seinen Auftritt humoristisch gestaltete, sondern auch kurze Zeit später draußen bei Bier und Bratwurst anzutreffen war.
Bei Peter Coura gab es im afrikanischen Zelt einen leckeren afrikanischen Kaffee, für dessen Wirkung ich ein Zitat von Walter Kraushaar zur Hilfe nehme: "Man zittert nicht nur, man fängt an zu winken!"
Peter sprach auch das Zitat des Tages; angesichts eines auf dem benachbarten Asiaten-Stand pausenlos shreddenden Gitarristen: "Seit 40 Jahren baue ich Gitarren. Seit 40 Jahren versuche ich erfolgreich den Sound zu vermeiden, den die da abreißen."
Leider waren meine Hoffnungen, die Bässe von Dingwall antesten zu können, mangels Stand ohne Substanz. Als Entschädigung gab es aber Simon Phillips (Solo) und Steve Lukather (mit Band) auf der Agora-Stage zu bewundern. Dort war es übrigens schon heute (noch Fachbesuchertag) schon mehr als gut gefüllt, am morgigen Besuchertag dürfte es richtig fieses Gedrängel geben.
Ein paar Bilder gibt es hier - hereinspaziert!

Für das ungeübte Auge und Ohr sind solche Messen erst einmal der absolute Overkill. Schiere Massen an Instrumenten hängen und stehen herum, werden demonstriert und ausprobiert. Dementsprechend herrscht ein tonaler Grundpegel in den Hallen, trotz einer Lautstärkebegrenzung auf "Zimmerlautstärke" an den Ständen in der Summe doch auf Dauer anstrengend.
Fast alle sind vertreten: Von den ganz großen im Geschäft, die gleich mehrere hundert Quadratmeter für sich beanspruchen, bis hin zu Asiaten, die maximal brockenhaftes Englisch sprechen und mehr oder weniger ausdruckslos (Euphemismus für "gelangweilt") in ihren Boothes sitzen, die mit den Ergüssen ihrer CNC-Fräsen bestückt sind. Von "Wir können ziemlich gut andere Hersteller kopieren!" bis hin zu einem Design, dass dermaßen eigenständig ist, dass es, nun ja, in meinen Augen einfach nur Banane aussieht, war alles dabei.
An manchen Ständen gniedelten (mir) unbekannte Gitarristen auf Teufel komm raus posend ihr Zeug runter, andere Stände versanken in dichtem Gedränge, weil eine Berühmtheit dort zugegen ist. Mal ehrlich - Joe Satriani ist ein toller Gitarrist, aber ist es wirklich den Tumult wert, weil er auf einer kleinen Bühne steht und einen Vortrag über sein Signature-Effektgerät hält? Eine erfrischende Abwechslung war beispielsweise der Franzose Christophe Goudin, der die Angelegenheit offensichtlich nicht so bierernst nahm und nicht nur seinen Auftritt humoristisch gestaltete, sondern auch kurze Zeit später draußen bei Bier und Bratwurst anzutreffen war.
Bei Peter Coura gab es im afrikanischen Zelt einen leckeren afrikanischen Kaffee, für dessen Wirkung ich ein Zitat von Walter Kraushaar zur Hilfe nehme: "Man zittert nicht nur, man fängt an zu winken!"
Peter sprach auch das Zitat des Tages; angesichts eines auf dem benachbarten Asiaten-Stand pausenlos shreddenden Gitarristen: "Seit 40 Jahren baue ich Gitarren. Seit 40 Jahren versuche ich erfolgreich den Sound zu vermeiden, den die da abreißen."
Leider waren meine Hoffnungen, die Bässe von Dingwall antesten zu können, mangels Stand ohne Substanz. Als Entschädigung gab es aber Simon Phillips (Solo) und Steve Lukather (mit Band) auf der Agora-Stage zu bewundern. Dort war es übrigens schon heute (noch Fachbesuchertag) schon mehr als gut gefüllt, am morgigen Besuchertag dürfte es richtig fieses Gedrängel geben.
Ein paar Bilder gibt es hier - hereinspaziert!

banger | musikalisch. | 3. Apr, 22:24
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Aber man hätte sich natürlich mal auf einen Kaffee oder so treffen können, wenn der Herr schon hier in der Stadt weilt.