Und wieder einmal ist das böse, böse Internet schuld daran, dass sich das Geschäftsmodell der Musikindustrie in Wohlgefallen auflöst:
Die Musikmesse Popkomm fällt in diesem Jahr überraschend aus. „Viele Unternehmen können es sich wegen des Diebstahls im Internet nicht mehr leisten, an der Popkomm teilzunehmen“, sagte der Messegründer und Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Musikindustrie, Dieter Gorny. (Quelle)
Dieter Gorny? Ja, genau der, der ehemalige Viva-Chef, der nicht nur den medialen Untergang Europas kommen sieht, sondern sich auch originell in die Netzzensur-Debatte eingeklinkt hat.
Die Musikindustrie liegt wie ein gestrandeter Pottwal auf Land, schwer schnaufend und schon ziemlich muffig, nachdem man jahrelang dem Markt nur seine eigenen Geschäftsmodelle aufzwingen wollte, was nur bis zu einem gewissen Limit funktionierte. Diese Art der Musikvermarktung hat ihren Zenit längst überschritten, auch alteingesessene Künstler drehen den Vermarktungsdinosauriern den Rücken zu, kooperieren lieber mit kleineren, flexibleren Labels und bringen gute Verkaufszahlen zustande, ohne den Kunden mit absurden Kopierschutzmaßnahmen zu malträtieren.
Es ist höchste Zeit für eine Marktbereinigung. Ein paar Tränen werden wohl noch fließen, aber es kann eigentlich nur besser werden.
[via gnogongo]
P.S.: Belesene Leser, die in dem Titel eine Referenz auf einen Buchtitel von Frank Goosen erkennen, bekommen bei nächster Gelegenheit einen Lolli von mir ausgegeben.
Lolli, mit zwei "l", Frau von der Leyen, schauen Sie bitte genau hin!
Die Musikmesse Popkomm fällt in diesem Jahr überraschend aus. „Viele Unternehmen können es sich wegen des Diebstahls im Internet nicht mehr leisten, an der Popkomm teilzunehmen“, sagte der Messegründer und Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Musikindustrie, Dieter Gorny. (Quelle)
Dieter Gorny? Ja, genau der, der ehemalige Viva-Chef, der nicht nur den medialen Untergang Europas kommen sieht, sondern sich auch originell in die Netzzensur-Debatte eingeklinkt hat.
Die Musikindustrie liegt wie ein gestrandeter Pottwal auf Land, schwer schnaufend und schon ziemlich muffig, nachdem man jahrelang dem Markt nur seine eigenen Geschäftsmodelle aufzwingen wollte, was nur bis zu einem gewissen Limit funktionierte. Diese Art der Musikvermarktung hat ihren Zenit längst überschritten, auch alteingesessene Künstler drehen den Vermarktungsdinosauriern den Rücken zu, kooperieren lieber mit kleineren, flexibleren Labels und bringen gute Verkaufszahlen zustande, ohne den Kunden mit absurden Kopierschutzmaßnahmen zu malträtieren.
Es ist höchste Zeit für eine Marktbereinigung. Ein paar Tränen werden wohl noch fließen, aber es kann eigentlich nur besser werden.
[via gnogongo]
P.S.: Belesene Leser, die in dem Titel eine Referenz auf einen Buchtitel von Frank Goosen erkennen, bekommen bei nächster Gelegenheit einen Lolli von mir ausgegeben.
Lolli, mit zwei "l", Frau von der Leyen, schauen Sie bitte genau hin!
banger | musikalisch. | 19. Jun, 16:13


