Erste Amtshandlung des Tages: Beim Zahnarzt Zähne zwecks bevorstehender Überkronung anschleifen lassen. Prinzipiell ein recht passiver Akt, bei dem man eine gute Stunde auf der Pritsche liegt und gegebenenfalls "Göh!" und "Gah!" von sich gibt, was die guturalen Entsprechungen für "Sie baten mich, Ihnen Bescheid zu geben, falls ich doch noch was spüre und Sie noch mal zur Spritze greifen sollten - nun, jetzt ist es soweit, ich habe mich eine Weile lang zusammengerissen, aber jetzt wird es doch ein wenig mehr als unangenehm, vielen Dank für Ihr Mitgefühl." sind, die man mit mehreren Fingern sowie Bohrer und Sauger im Mund maximal hinbekommt. Anschließend werden einem diverse Fugen- und Spachtelmassen aufs Gebiss gespritzt, gedrückt und wieder herausgenommen. Zwischendurch immer wieder ein kleiner erheiterndes Intermezzo, wenn man versucht, der ärztlichen Aufforderung des Umspülens nachzukommen und einem die betäubte Oberlippe fiese Streiche spielt. Nackt in der Fußgängerzone die Tritsch-Tratsch-Polka auf einem Xylophon zu intonieren ist nur halb so entwürdigend. Tropfend und sabbernd hängt man über der Porzellanschüssel und wünscht sich einen Zivi herbei, der einem nach dem lächerlichen Akt das Kinn abtupft.
Immerhin: Dieses Mal war ich schlau genug, vorher zu frühstücken.
Immerhin: Dieses Mal war ich schlau genug, vorher zu frühstücken.
banger | persönlich. | 17. Sep, 13:59
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