Und zwar die Piraten. Nein, falsch, ist gelogen: Ich habe sie bereits gewählt, letzte Woche, per Briefwahl. Und das entgegen aller negativen Meinungsmache, entgegen der immer wieder öffentlich verlauteten Feststellung, die Piraten seien unwählbar. Was übrigens definitiv nicht stimmt, denn - so viel darf ich schon mal verraten - auf dem Wahlzettel gibt es einen Eintrag "Piratenpartei", daneben einen Kreis, in das man sein Kreuz machen kann; somit sind sie wählbar. Nebenbei sei erwähnt, dass ich "(un)wählbar" zur Wahl zum bescheuertsten und nervigsten Attribut 2009 nominiere, sofern eine solche statt findet.
Die Piraten seien eine monothematische Partei, heißt es, die zu den Fragen in Sachen Sozial-, Wirtschafts- und Außenpolitik keine Lösungen anbietet.
Ja. Und?
Ich habe meinen Job, weil ich in meinem kleinen Kernbereich Kompetenzen mitbringe. Ich könnte nicht noch zusätzlich den Posten des Steuerberaters übernehmen, ebenso wenig könnte unser Steuerberater meinen Posten übernehmen. Das haben wir beide eingesehen und erachten es für richtig, dass sich jeder primär um sein Gebiet kümmert und nicht so tut, als beherrsche er alles. Dass der Versuch, alle Themen abzudecken, in Detailfragen gründlich in die Hose gehen kann, zeigte uns nicht nur das Aufeinandertreffen von Ursula von der Leyen samt Gefolge und dem Internet. Ich möchte nicht, dass sich die Piraten um das Gesundheitssystem kümmern, das würde wahrscheinlich fies danebengehen - und ebenso möchte ich nicht, dass die CDU unsere Online-Geschicke lenkt.
Die Piraten machen Fehler, verhalten sich mitunter chaotisch und ungeschickt. Ich übe mich da in Nachsicht, da sind noch Menschen zugange, die ohne PR-Büro und eigenen Pressesprecher handeln und kommunizieren. Ich wüsste wirklich gerne mal, was dabei herauskäme, würden die führenden Politiker der "Großen" derart offen und ungefiltert sprechen und schreiben.
Kurzum: Die Piraten sind wie ich. Sie denken wie ich, sie machen Fehler wie ich und nicht zuletzt vertreten sie meine Ansichten. Sie geben mir das Gefühl, ein mündiger Bürger zu sein, dessen Meinung einen Stellenwert hat, der ein Recht auf Selbstbestimmung und Privatsphäre hat, nicht ein potenzieller Straftäter, den es zu überwachen gilt, kein lästiger Pöbel, den man bevormunden muss. Wenn das kein Grund ist, ihnen meine Stimme zu geben, was dann?
Nebenbei finde ich auch den Wahlwerbespot großartig: Die ganze Wahrheit ist ganz anders!
Die Piraten seien eine monothematische Partei, heißt es, die zu den Fragen in Sachen Sozial-, Wirtschafts- und Außenpolitik keine Lösungen anbietet.
Ja. Und?
Ich habe meinen Job, weil ich in meinem kleinen Kernbereich Kompetenzen mitbringe. Ich könnte nicht noch zusätzlich den Posten des Steuerberaters übernehmen, ebenso wenig könnte unser Steuerberater meinen Posten übernehmen. Das haben wir beide eingesehen und erachten es für richtig, dass sich jeder primär um sein Gebiet kümmert und nicht so tut, als beherrsche er alles. Dass der Versuch, alle Themen abzudecken, in Detailfragen gründlich in die Hose gehen kann, zeigte uns nicht nur das Aufeinandertreffen von Ursula von der Leyen samt Gefolge und dem Internet. Ich möchte nicht, dass sich die Piraten um das Gesundheitssystem kümmern, das würde wahrscheinlich fies danebengehen - und ebenso möchte ich nicht, dass die CDU unsere Online-Geschicke lenkt.
Die Piraten machen Fehler, verhalten sich mitunter chaotisch und ungeschickt. Ich übe mich da in Nachsicht, da sind noch Menschen zugange, die ohne PR-Büro und eigenen Pressesprecher handeln und kommunizieren. Ich wüsste wirklich gerne mal, was dabei herauskäme, würden die führenden Politiker der "Großen" derart offen und ungefiltert sprechen und schreiben.
Kurzum: Die Piraten sind wie ich. Sie denken wie ich, sie machen Fehler wie ich und nicht zuletzt vertreten sie meine Ansichten. Sie geben mir das Gefühl, ein mündiger Bürger zu sein, dessen Meinung einen Stellenwert hat, der ein Recht auf Selbstbestimmung und Privatsphäre hat, nicht ein potenzieller Straftäter, den es zu überwachen gilt, kein lästiger Pöbel, den man bevormunden muss. Wenn das kein Grund ist, ihnen meine Stimme zu geben, was dann?
Nebenbei finde ich auch den Wahlwerbespot großartig: Die ganze Wahrheit ist ganz anders!
banger | ansatzweise politisch. | 21. Sep, 14:05
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Was dabei herauskäme .. ??
Grüßli
Ach ja,