Eine der noch stark vorhandenen, schönen Erinnerungen aus meiner Kindheit beinhaltet das rituelle Apfelkompottkochen bei meiner Oma.
Meine Großeltern hatten einen großen Holzofen in der Küche, auf dem täglich das Essen zubereitet wurde. Der Elektroofen wurde nur zum Backen oder für kleine Sachen benutzt.
Wenn Oma dann kochte, bekamen wir Kinder, wenn wir zu Besuch waren, meist das kleine Töpfchen, schwarz, mit Deckel, so klein, dass ein Erwachsener ihn bequem mit den Händen umgreifen kann und dass so ziemlich genau ein Apfel hineinpasst, und durften uns Apfelkompott kochen.
Damals machte ich auch meine ersten Erfahrungen mit kleinen Küchenexperimenten und -unfällen. So sieht Salz dem Zucker recht ähnlich, schmeckt aber grausam. Aus reiner Experimentierlust gab ich mal etwas getrocknetes Bohnenkraut mit in den Topf - das schmeckte gar nicht mal so schlecht, wurde von meiner Oma allerdings mit einem ziemlich kritischen Blick bedacht. Allein die Regel, dass Essen im Haus meiner Großeltern nicht weggeschmissen wurde, solange es nicht sichtbar verdorben war, bescherte meiner Kreation eine Premiere auf dem Küchentisch und der mit im Haus lebenden Schwester meines Opas Jahre später eine schwere Salmonelleninfektion, an der sie dann verstarb.
Zurück in die Gegenwart.

Ich hatte ein paar Äpfel, die schon ein wenig "over the top" waren: Zwar im Zustand und Geschmack noch einwandfrei, allerdings nicht mehr knackig - und an weichem Obst mag ich nicht knabbern. Zudem habe ich mir nach der letzten Weihnachtsfeier im Büro die angebrochene Flasche 54prozentigen Rum aufschwatzen lassen, die ja irgendwann irgendwie auch aufgebraucht werden will, und das bitte mittels Maßnahmen, die kein dreiwöchiges Koma nach sich ziehen.
Also beschloss ich, beides gewinnbringend zu kombinieren. Apfelkompott habe ich schon seit Jahren nicht mehr gemacht, und Rum kommt recht gut als Dessertaroma.

Die Äpfel werden geschält und in Stücke geschnitten. Ein gut geschliffenes Santoku erkennt man übrigens daran, dass die Stiele einfach mit durchtrennt werden.

Die Würfel kommen sodann in den Topf, wo ich sie mit Zitronensaft beträufelt und den Rum hinzugegeben habe. Umrühren und etwas ziehen lassen.
Anschließend kommen eine kleine Tasse Wasser, Zucker und Zimt hinzu. Bei mittlerer Hitze ca. 10-15 Minuten köcheln.
Anschließend könnte man die Apfelstücke pürieren, um ein Mus zu erhalten. Da ich aber lieber Stückchen mag, habe ich die Flüssigkeit nur mit etwas Stärke gebunden.

Lecker!
Meine Großeltern hatten einen großen Holzofen in der Küche, auf dem täglich das Essen zubereitet wurde. Der Elektroofen wurde nur zum Backen oder für kleine Sachen benutzt.
Wenn Oma dann kochte, bekamen wir Kinder, wenn wir zu Besuch waren, meist das kleine Töpfchen, schwarz, mit Deckel, so klein, dass ein Erwachsener ihn bequem mit den Händen umgreifen kann und dass so ziemlich genau ein Apfel hineinpasst, und durften uns Apfelkompott kochen.
Damals machte ich auch meine ersten Erfahrungen mit kleinen Küchenexperimenten und -unfällen. So sieht Salz dem Zucker recht ähnlich, schmeckt aber grausam. Aus reiner Experimentierlust gab ich mal etwas getrocknetes Bohnenkraut mit in den Topf - das schmeckte gar nicht mal so schlecht, wurde von meiner Oma allerdings mit einem ziemlich kritischen Blick bedacht. Allein die Regel, dass Essen im Haus meiner Großeltern nicht weggeschmissen wurde, solange es nicht sichtbar verdorben war, bescherte meiner Kreation eine Premiere auf dem Küchentisch und der mit im Haus lebenden Schwester meines Opas Jahre später eine schwere Salmonelleninfektion, an der sie dann verstarb.
Zurück in die Gegenwart.

Ich hatte ein paar Äpfel, die schon ein wenig "over the top" waren: Zwar im Zustand und Geschmack noch einwandfrei, allerdings nicht mehr knackig - und an weichem Obst mag ich nicht knabbern. Zudem habe ich mir nach der letzten Weihnachtsfeier im Büro die angebrochene Flasche 54prozentigen Rum aufschwatzen lassen, die ja irgendwann irgendwie auch aufgebraucht werden will, und das bitte mittels Maßnahmen, die kein dreiwöchiges Koma nach sich ziehen.
Also beschloss ich, beides gewinnbringend zu kombinieren. Apfelkompott habe ich schon seit Jahren nicht mehr gemacht, und Rum kommt recht gut als Dessertaroma.

Die Äpfel werden geschält und in Stücke geschnitten. Ein gut geschliffenes Santoku erkennt man übrigens daran, dass die Stiele einfach mit durchtrennt werden.

Die Würfel kommen sodann in den Topf, wo ich sie mit Zitronensaft beträufelt und den Rum hinzugegeben habe. Umrühren und etwas ziehen lassen.
Anschließend kommen eine kleine Tasse Wasser, Zucker und Zimt hinzu. Bei mittlerer Hitze ca. 10-15 Minuten köcheln.
Anschließend könnte man die Apfelstücke pürieren, um ein Mus zu erhalten. Da ich aber lieber Stückchen mag, habe ich die Flüssigkeit nur mit etwas Stärke gebunden.

Lecker!
banger | kulinarisch. | 29. Mrz, 19:19
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