Wenn man wie ich ab und zu mal zur Läuferbravo greift, um sich die Zeit in der Bahn ein wenig zu vertreiben, wird man kaum dem einen oder anderen Schuhtest ausweichen können.
In farbenprächtigen Attributen und Markennamen werden die Eigenschaften des Schuhwerks heruntergebetet und, wenn auch nicht explizit, dann aber durch die Auswahl der Testkandidaten, bis auf wenige Ausnahmen suggeriert, erst ab 100 Euro seien Laufschuhe ernstzunehmen.
Nun trifft es sich dahingehend ganz gut, dass ich – bis auf eine Ausnahme, dazu später noch – bereits in Besitz meiner Laufschuhe war, bevor ich die Testberichte las.
Das läuft normalerweise so, dass ich in den Laden gehe, mir die Schuhe ansehe (der optische Eindruck, das muss ich zugeben, macht viel aus), in die Hand nehme, und zu guter Letzt anziehe undjohlend und kreischend durch den Laden springe ein wenig durch die Regalreihen trabe. Das sieht, einigen Reaktionen der anderen Kunden nach zu schließen, wohl etwas dämlich ungewöhnlich aus, hilft mir aber ganz entscheidend bei der Auswahl. Ganz ohne Laufbandanalyse und den ganzen Kappes – wobei ich aber der Fairness halber anmerken möchte, dass ich anscheinend unproblematische Durchschnittsfüße habe und mich deshalb rein auf mein Fußgefühl verlassen kann. Bei anderen Menschen mag das anders und eine Laufbandanalyse (oder ähnliches) sinnvoll sein.
Auf diese Weise habe ich bisher Schuhe gekauft, für die ich nie mehr als 60 Euro pro Paar bezahlt habe, und mit denen ich sehr gut zurecht kommt.
Womit wir endlich zum Thema dieses Beitrags kommen: Ta-dah, das sind meine Schuhe:


Von links nach rechts:
Mein Alltagslaufschuh.
Dieser Schuh war eigentlich nur eine Notlösung, denn meinen bis dahin heiß geliebten, aber leider durchgelaufenen Reebok Lasher bekam ich nicht mehr.
Das stellte sich dann aber als positiv heraus, denn der Uraha ist zu meinem Lieblingsschuh geworden. Bezeichnend ist, dass ich damit am Tag nach dem Kauf meine erste Halbmarathondistanz schaffte. Von diesem Modell habe ich mir direkt ein zweites Paar gekauft und eingelagert.
Ein recht neutraler Schuh mit einer eher strafferen Dämpfung, wie ich sie bevorzuge. (Um einen Vergleich zu haben: Asics Gel sind mir durch die Bank zu weich und indirekt.)
Einziger Wermutstropfen: Auf nassem Untergrund ist er ein wenig zickig. Auch patscht er auf nassem Asphalt ziemlich laut.
New Balance MR710
Der für nasses und dreckiges.
Ihn habe ich eines Tages im Sonderangebot für 20 Euro mitgenommen. Bisher hatte ich ihn hauptsächlich im Einsatz, wenn es in den Wald ging; wie man allerdings in der Sohlenmitte sieht, findet er groben Schotter auch nicht sooo toll, weshalb er für diese Zwecke nun einen Nachfolger hat.
Ein eher stabiler Schuh, der im direkten Vergleich zum Adidas auf den ersten Metern relativ steif am Fuß wirkt. Dafür verliert er aber auch bei Nässe nicht den Grip und patscht nicht so doof herum.
Puma Nightfox TR GTX
Der für Wald, Wiesen und Winter.
Der erste Schuh, den ich aufgrund eines Testberichts gekauft habe. Ich brauchte einen, der auch Waldwege wegsteckt und mit dem man auch durch matschigere Angelegenheiten kommt.
Gelaufen habe ich ihn bisher noch nicht; mal schauen, wie er sich so macht.
Und, was haben Sie so untenrum an? Ich reiche diese Frage mal als Stöckchen weiter an:
In farbenprächtigen Attributen und Markennamen werden die Eigenschaften des Schuhwerks heruntergebetet und, wenn auch nicht explizit, dann aber durch die Auswahl der Testkandidaten, bis auf wenige Ausnahmen suggeriert, erst ab 100 Euro seien Laufschuhe ernstzunehmen.
Nun trifft es sich dahingehend ganz gut, dass ich – bis auf eine Ausnahme, dazu später noch – bereits in Besitz meiner Laufschuhe war, bevor ich die Testberichte las.
Das läuft normalerweise so, dass ich in den Laden gehe, mir die Schuhe ansehe (der optische Eindruck, das muss ich zugeben, macht viel aus), in die Hand nehme, und zu guter Letzt anziehe und
Auf diese Weise habe ich bisher Schuhe gekauft, für die ich nie mehr als 60 Euro pro Paar bezahlt habe, und mit denen ich sehr gut zurecht kommt.
Womit wir endlich zum Thema dieses Beitrags kommen: Ta-dah, das sind meine Schuhe:


Von links nach rechts:
- Adidas Uraha 2
- New Balance MR710
- Puma Nightfox TR GTX
Mein Alltagslaufschuh.
Dieser Schuh war eigentlich nur eine Notlösung, denn meinen bis dahin heiß geliebten, aber leider durchgelaufenen Reebok Lasher bekam ich nicht mehr.
Das stellte sich dann aber als positiv heraus, denn der Uraha ist zu meinem Lieblingsschuh geworden. Bezeichnend ist, dass ich damit am Tag nach dem Kauf meine erste Halbmarathondistanz schaffte. Von diesem Modell habe ich mir direkt ein zweites Paar gekauft und eingelagert.
Ein recht neutraler Schuh mit einer eher strafferen Dämpfung, wie ich sie bevorzuge. (Um einen Vergleich zu haben: Asics Gel sind mir durch die Bank zu weich und indirekt.)
Einziger Wermutstropfen: Auf nassem Untergrund ist er ein wenig zickig. Auch patscht er auf nassem Asphalt ziemlich laut.
New Balance MR710
Der für nasses und dreckiges.
Ihn habe ich eines Tages im Sonderangebot für 20 Euro mitgenommen. Bisher hatte ich ihn hauptsächlich im Einsatz, wenn es in den Wald ging; wie man allerdings in der Sohlenmitte sieht, findet er groben Schotter auch nicht sooo toll, weshalb er für diese Zwecke nun einen Nachfolger hat.
Ein eher stabiler Schuh, der im direkten Vergleich zum Adidas auf den ersten Metern relativ steif am Fuß wirkt. Dafür verliert er aber auch bei Nässe nicht den Grip und patscht nicht so doof herum.
Puma Nightfox TR GTX
Der für Wald, Wiesen und Winter.
Der erste Schuh, den ich aufgrund eines Testberichts gekauft habe. Ich brauchte einen, der auch Waldwege wegsteckt und mit dem man auch durch matschigere Angelegenheiten kommt.
Gelaufen habe ich ihn bisher noch nicht; mal schauen, wie er sich so macht.
Und, was haben Sie so untenrum an? Ich reiche diese Frage mal als Stöckchen weiter an:
- Herrn unkreativ, weil ich mal sehen will, wie der ein Paar Schuhe fototechnisch in Szene setzt
- Frau Nessy, damit sie mal aufhört, mir mit ihrem schicken neuen Fahrrad den Mund wässig zu schwätzen
- Hern localhost, der ein Paar wirklich interessanter Schuhe läuft, die Sie mal gesehen haben müssen
- Daniel, dessen museal anmutende Schuhe auch einen Blick wert sind
- alle Leser, die sich dazu berufen fühlen, ellenlange Aufsätze über ihr Laufschuhwerk zu verfassen.
banger | spochtlich. | Do, 26.08.2010, 13:15


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